Anatomie
Prof. Dr. med. Gebhard Reiss
Universität Witten/Herdecke

1. Chirurgisch relevante Anatomie

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  • linkslaterales Querkolon bis zur linken Flexur
  • Colon descendens
  • Colon sigmoideum
    Rektum

2. Colon transversum

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  • Synonyme: querverlaufender Dickdarm oder einfach Transversum.
  • Lage: intraperitoneal; mobile Fixation im eigenen Mesenterium – Mesocolon transversum.
  • Identifikation: durch die so genannten
    Taenien = Taeniae coli = gebündelte Längsmuskelstreifen, die man aufgrund ihrer Lagebeziehung bezeichnet als
  • Taenia libera (caudal)
  • Taenia omentalis (omentum maius)
  • Taenia mesocolica (mesocolon transversum)
  • Appendices omentalis = mit Fett gefüllte tunica serosa
  • Haustren = haustrae coli = sichtbare Ausbuchtungen der Dickdarmwand durch die (endoskopisch sichtbaren) Plicae semilunares, die aussen als Schnürfurchen zu erkennen sind.

3. Colon descendens

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  • Definition: Dickdarmanteil, der zwischen der linken Kolonflexur (Flexura coli sinistra) und dem Colon sigmoideum liegt.
  • Synonyme: absteigendes Kolon oder einfach Descendens.
  • Lage: sekundär retroperitoneal; bindegewebig verbunden auf der Rückfläche mit der Niere, sowie den Muskel-Aponeurosen des M. quadratus lumborum und des M. transversus abdominis.
  • Identifikation: wie colon transversum, aber : Querschnitt des Colon descendens kleiner als der des Colon ascendens!

4. Colon sigmoideum

  • Synonyme: Sigmaschlinge, Sigmadarm, Sigmoid oder einfach Sigma
  • Lage: zwischen Colon descendens und Rektum, wo es bindegewebig am Retroperitoneum und linker Beckenschaufel fixiert ist, streng intraperitoneal, unterschiedlich in Verlauf und Länge, im Mittel 40 cm.
  • Identifikation: durch die Taenien, wie beschrieben, die vor dem Rektum zart auslaufen.
Perioperatives Management
Herr Prof. Dr. med. Martin Kreis
Klinikum Großhadern
Herr Prof. Dr. med. Dr. h.c. Karl-Walter Jauch
Klinikum Großhadern

1. Indikationen

  • Kolonkarzinom des Colon descendens
  • Stenosen sonstiger Genese, z.B. bei Morbus Crohn

2. Kontraindikationen

  • keine absoluten und
  • keine relativen Kontraindikationen

3. Präoperative Diagnostik

  • Kolonkarzinom: hier erfolgt das übliche präoperative Staging mit Histologie, kompletter Koloskopie, Tumormarkerbestimmung, Sonographie der Leber sowie Röntgen – Thorax als minimalste Staging Diagnostik. In den meisten Kliniken ist es heute üblich, eine CT-Untersuchung des Abdomens und des Beckens und fallweise auch der Lunge durchzuführen.
  • Morbus Crohn: hier ist eine komplette Koloskopie zu empfehlen. Sofern die Stenose nicht passierbar ist, wäre eine Sellink-MRT-Untersuchung sinnvoll, um festzustellen, ob im proximalen Kolon vor der Stenose weiterhin Entzündungsaktivität ist, um ggf. auch im Bereich des Dünndarms einen Crohn-Befall mit Stenosen auszuschließen.

4. Spezielle Vorbereitung

Es ist heutzutage allgemein üblich, bei der Kolonchirurgie keine orthograde Darmlavage mehr durchzuführen. Hier existiert eine ganze Serie randomisierter kontrollierter Studien, die nachgewiesen haben, dass diese Maßnahme keinen Vorteil bringt. In den meisten Kliniken werden die Patienten deshalb nur noch mit Klysma und vielleicht noch einem leichten Abführmittel präoperativ abgeführt.
In einzelnen Kliniken ist weiterhin die komplette Lavage des Kolons üblich, wobei hier die Datenlage inzwischen gegen diese Maßnahme spricht. Siehe auch

5. Aufklärung

Die wichtigsten Aspekte

  • Anastomoseninsuffizienz
  • septische Komplikationen wie intraabdomineller Abszess und Wundinfekte
  • Verletzung von Milz und Pankreas
  • Verletzung des linken Harnleiters

Weitere Standardaufklärungspunkte sind die

  • Thrombose und Embolie
  • notwendige Bluttransfusionen
  • Nachblutung
  • Narbenhernie

6. Anästhesie

Die Hemikolektomie links wird üblicherweise immer in

  • Vollnarkose durchgeführt. Bei konventionellem Zugang mit Laparotomie empfiehlt es sich, einen
  • Periduralkatheter für die intraoperative Narkoseführung und postoperative Schmerztherapie anzulegen. Bei der laparoskopischen Operation kann diese Maßnahme entfallen.

7. Lagerung

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  • Steinschnittlagerung
    Vorteil: wenn bei variablem Tumorsitz unter Umständen doch eine Sigmaresektion erfolgt oder das Sigma mitreseziert wird, sodass eine Anastomose auf das obere Rektum erforderlich wird. Hier ist sowohl die Präparation als auch im Falle einer Stapler – Anastomose die Lagerung in Steinschnittlage außerordentlich hilfreich.
  • Auslagerung beider Arme

Merke: sofern der Patient laparoskopisch operiert wird, empfiehlt es sich den rechten Arm anzulagern, da der kameraführende Assistent sehr weit kranial neben dem Patienten stehen muss.

8. OP- Setup

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  • Operateur rechts vom Patienten
  • erster Assistent ihm gegenüber auf der linken Seite
  • zweiter Assistent zwischen den Beinen des Patienten
  • instrumentierende OP- Pflegekraft links vom ersten Assistenten
  • Instrumententisch über dem linken Bein des Patienten

9. Spezielle Instrumentarien und Haltesysteme

Spezifische Haltesysteme sind für den Eingriff nicht erforderlich. Es empfiehlt sich jedoch, einen Sperrer für einen üblichen abdominellen Zugang einzusetzen.

10. Postoperative Behandlung

Postoperative Analgesie:
adaequate Schmerztherapie; bei stärkeren Schmerzen zusätzliche Analgetica; oder folgen Sie hier dem link zu PROSPECT (Procedures Specific Postoperative Pain Management) oder folgen Sie dem link zu den aktuellen Leitlinien
Medizinische Nachbehandlung:
Der Patient sollte alle Medikamente, die er präoperativ einnimmt, möglichst bald postoperativ ebenfalls wieder einsetzen. Hiervon kann es allerdings fallweise Ausnahmen gegeben.
Thromboseprophylaxe:
Es ist üblich, ein niedermolekulares Heparin 1 x tgl. s.c. zur Thromboseprophylaxe zu applizieren. Oder Sie folgen diesem Link
Mobilisation:
Der Patient sollte am Abend nach der Operation mobilisiert werden und zumindest in den Stuhl hinaus sitzen. Im Rahmen von sog. Fast-Track-Konzepten soll der Patient bereits abends auf dem Gang laufen.
Krankengymnastik:
Die krankengymnastischen Übungen sollten sich darauf konzentrieren, den Patienten weiter zu mobilisieren. Zusätzlich ist eine Beübung der Lunge als Prophylaxemaßnahme sinnvoll.
Kostaufbau:
Die Magensonde sollte am OP-Tag noch entfernt werden, und der Patient kann am gleichen Tag nach der OP noch trinken. Am 1. postoperativen Tag sollte bereits Kost angeboten werden. Dies kann im Rahmen von Fast-Track-Konzepten bereits feste Kost sein. In den meisten Kliniken ist es üblich, eine leicht verdauliche Nahrung am 1. postoperativen Tag zu geben, so z.B. Suppen. Am 2. und 3. Tag kann zügig zur festen Nahrung aufgebaut werden, die zunächst in relativ kleinen Portionen gegeben wird.
Stuhlregulierung:
Physiologischerweise tritt nach der Hemikolektomie links ein postoperativer Ileus auf, der etwa 2 – 3 Tage andauert. Ab diesem Zeitpunkt kann mit verschiedenen Medikamenten der Darm stimuliert werden. Gebräuchlich sind Acetyl- und Cholinesteraseinhibitoren wie z.B. Neostigmin.
Arbeitsunfähigkeit:
Während des stationären Aufenthaltes ist der Patient selbstverständlich arbeitsunfähig. Im Anschluss muss abhängig von der Rekonvaleszenz entschieden werden. In der Regel ist der Patient eine Gesamtzeit von 4 Wochen arbeitsunfähig. Bei schwerer körperlicher Tätigkeit sollte diese Zeit zur Prophylaxe von Narbenhernien mindestens noch mal um 2 Wochen verlängert werden.

Durchführung
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Klinikum Großhadern
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Klinikum Großhadern
Muster-OP-Bericht
Hemikolektomie links, offen, kurativ
Muster OP-Bericht

1. Laparotomie

http://vimeo.com/83469850
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Medianer Hautschnitt unter Linksumschneidung des Nabels. Durchtrennung des subkutanen Fettgewebes und der Faszie mit Diathermie.

2. Exploration

http://vimeo.com/83470614
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Einbringen einer Folie und eines Sperrers. Feststellen der Tumorgröße und Lokalisation: Der Tumor tastet sich knapp unterhalb der linken Flexur. Durchsicht des Abdomens zum Ausschluss von Metastasen.

3. Festlegung der oralen Resektionsgrenze

http://vimeo.com/83470526
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Die proximale Resektionsgrenze ist abhängig von Lage und Größe des Tumors. Nach Identifikation der A. colica media Anschlingen des Colon transversum etwas distal davon. Diese Struktur wird im vorliegenden Fall aufgrund des hohen Alters und des weit entfernt liegenden Tumors nicht mitreseziert.

4. Mobilisation von Colon descendens und Sigma

http://vimeo.com/83471298
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Der Dünndarm wird nach rechts lateral gehalten; Colon descendens und Colon sigmoideum werden aus den lateralen Adhäsionen ausgelöst. Dabei muss in Höhe des Tumors die Präparationsebene aus der peritonealen Umschlagsfalte herausgeführt werden, da der Tumor die Serosa zu durchbrechen scheint.

5. Eingehen in die Bursa omentalis

http://vimeo.com/83471009
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Eröffnen der Bursa omentalis durch Ablösung des Omentum majus vom Colon transversum links der geplanten Resektionsstelle. Durchtrennen des Lig. lienocolicum mit Klemmen zur Mobilisation der linken Flexur.

Bemerkung: Man kann auch die Bursa omentalis eröffnen, in dem man das Lig. gastrocolicum links der oralen Resektiongrenze oberhalb des Colons durchtrennt.

6. Abtrennen des Omentum majus vom Magen

http://vimeo.com/83471455
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Abtrennen des großen Netzes vom Magen unter Mitnahme der gastroepiploischen Arkade.

Bemerkung: Die Mitnahme der gastroepiploischen Arkade bei der Hemikolektomie links ist nicht zwingend erforderlich, erfolgt hier aber aus Radikalitätsgründen.

7. Durchtrennung des großen Netzes

http://vimeo.com/83471691
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Spalten des großen Netzes von dessen freien Rand aus in Richtung der oralen Resektionsgrenze zwischen Overholt Klemmen.

8. Mobilisation der linken Flexur

http://vimeo.com/83472295
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Nachdem die Verbindungen zur Milz schon vorher gelöst wurden, kann die Aufhängung der Kolonflexur meist ohne weitere Ligaturen durchtrennt werden. Die Fortsetzung dieser Inzision nach medial führt an den Unterrand des Pankreas.

9. Durchtrennung des V. colica sinistra

http://vimeo.com/83472257
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Identifikation der Stammgefäße. Da keine zentrale Absetzung der A. und V. mesenterica inferior geplant ist um das distale Sigma zu erhalten, Herauspräparation des Duodenums aus dem Mesocolon mit Darstellung der V. mesenterica inferior. Anschließend wird der Abgang der V. colica sinistra dargestellt und durchtrennt.

10. Absetzen der A. colica sinistra

http://vimeo.com/83472606
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Darstellung der A. colica sinistra. Festlegen der distalen Resektionsgrenze im mittleren Sigma. Durchtrennen des Mesenteriums schrittweise unter maximaler Mitnahme des Lymphabstromgebietes. Die Lymphknoten werden zunächst bis an den Stamm der A. colica sinistra auspräpariert und mitgenommen. Unter Erhalt der A. rectalis superior Absetzen der A. colica sinistra.

11. Durchtrennung des Mesocolons

http://vimeo.com/83472867
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Von der zentralen Absetzungsstelle der Gefäße ausgehend führt der Schnitt durch das Mesocolon zunächst auf die distale Resektionsebene zu, anschließend nach kranial durch das Mesocolo transversum unter Durchtrennung des linksseitigen Seitenastes der A. colica media sowie der Randarkade.

12. Durchtrennung des Darms

http://vimeo.com/83474159
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Offenes Absetzen des Colons im Bereich der definierten Resektionsgrenzen mit Diathermie. Abgabe des Präparates.

13. Anastomose des Dickdarms

http://vimeo.com/83477500
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Zunächst Schlitzen des Sigmaendes um kongruente Darmlumina zu schaffen. Anschließend erfolgt eine Transversosigmoidostomie einreihig in fortlaufender Nahttechnik mit Maxon®3.0 als End-zu-End- Anastomose. Verschluss des Mesenterialschlitzes optional.

14. Drainage und Wundverschluss

http://vimeo.com/83474365
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Ausspülen des Abdomens und Einlegen einer 20er Robinson®- Drainage links subphrenisch. Fortlaufender Faszienverschluss und Subkutannaht, Klammernaht der Haut.

Komplikationen
Herr Prof. Dr. med. Martin Kreis
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1. Intraoperative Komplikationen

  • Verletzung der Milz:
    Kompression und Koagulation, Auflage von blutstillenden Vliesen; sofern dies keinen Erfolg hat – Splenektomie
  • Verletzung des Ureters:
    Hinzuziehen eines Urologen, sofern verfügbar. Ansonsten Naht desselben über einen Doppel-J-Katheter, der eingelegt werden muss. Bei blasennäheren Läsionen sollte eine erneute Insertion in die Blase erfolgen. Dies erfolgt typischer Weise unterhalb der Kreuzungsstelle mit der A. iliaca communis.
  • Verletzung des Pankreas:
    Blutstillung, Naht der Pankreaskapsel, bei kompletten Durchtrennungen Resektion im Sinne einer Pankreaslinksresektion und sorgfältige Drainage.

2. Postoperative Komplikationen

  • Anastomoseninsuffizienz:

Bei Auftreten einer Anastomoseninsuffizienz ist eine Revisionsoperation in aller Regel unumgänglich. Die Versor-gung kann durch Übernähung und Vorschalten eines protektiven Ileostomas erfolgen oder eine Neuanlage der Anastomose mit protektivem Ileostoma. Das sicherste Verfahren ist die Hartmann – Operation, d.h. dass der zufüh-rende Kolonschenkel als endständiges Stoma ausgeleitet und der abführende Schenkel blind verschlossen wird. Eine einfache Übernähung der Anastomose ohne Vorschaltung eines protektiven Stomas sollte nur in absoluten Ausnahmefällen erfolgen!

Merke: Die Anastomoseninsuffizienz kann durch Schaffen einer spannungsfreien, sehr gut durchbluteten Naht, die adaequat weit ist, in den meisten Fällen vermieden werden!

  • Nachblutung:

Im Falle einer Nachblutung, die einen signifikanten Hb- Abfall mit sich bringt, muss eine operative Revision zur Blutstillung durchgeführt werden.

  • Wundinfekt
  • Thrombose
  • Embolie
  • unspezifische Komplikationen
  • Harnwegsinfekte
  • Pneumonien

Therapie: es gelten die allgemein üblichen Standards!

Evidenz
Edith Leisten
Mattner-Klinik Köln

1. Zusammenfassung der Literatur

Chirurgische Therapie des Kolonkarzinoms

Der Fortschritt bei der Behandlung des Kolonkarzinoms in den letzten 30 Jahren ist auf eine zunehmende Individualisierung der Therapie, die konsequente Umsetzung chirurgisch-onkologischer Prinzipien, aggressivere Therapieregime im metastasierten Stadium und den Einsatz minimalinvasiver Operationstechniken zurückzuführen. Standardisierte Behandlungskonzepte in der multinodalen Tumortherapie haben u. a. zu einem Anstieg der durchschnittlichen Fünfjahresüberlebensrate von 65 % auf über 85 % sowie zur Reduktion der lokoregionären Rezidivrate von durchschnittlich über 13 % auf unter 2 % beim nichtmetastasierenden Kolonkarzinom in den Stadien UICC II und III geführt. [10]. Im metastasierten Stadium werden bei 20 % der Patienten mittlerweile Fünfjahresüberlebensraten von über 40 % erreicht [19].

Chirurgisch-onkologische Prinzipien

Von entscheidender Bedeutung für die Prognose ist die En-bloc-Resektion des tumortragenden Kolonsegments mit systematischer lokoregionärer Lymphadenektomie. Die systematischeLymphadenektomie mit einer hohen Ausbeute an potenziell metastatisch befallenen Lymphknoten ist die Grundlage für eine standardisierte Klassifikation des Lymphknotenstatus, der daraus folgenden Therapieempfehlung und für die Prognose des Patienten.

Die lymphogene Metastasierung des Kolonkarzinoms erfolgt nach zentral über die parakolischen Lymphknoten, die bei 70 % der nodalpositiven Patienten befallen sind, sowie über die intermedianen Lymphknoten zu den Lymphknoten entlang der Stammarterie. Der longitudinale Abfluss zu Seiten des Tumors erfolgt über die parakolischen Lymphknoten über eine seitliche Ausbreitung von maximal 10 cm [25, 26]. Das Resektionsausmaß orientiert sich somit am Versorgungsgebiet der radikulär abgesetzten Stammarterien und sollte zudem mindestens 10 cm beidseits des Tumors betragen. Als letzte Lymphknotenstation liegen die Stammlymphknoten zentral am Abgang der entsprechenden Stammgefäße aus den Hauptgefäßen.

Aufgrund der zunehmenden Standardisierung von En-bloc-Resektion mit systematischer Lymphadenektomie konnte in den letzten 20 Jahren auch vor dem Hintergrund der etablierten Chemotherapie eine Verbesserung der Gesamtprognose in der kurativen Situation erzielt werden [16]. Retrospektive Studien konnten einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der untersuchten Lymphknoten und der stadienunabhängigen Prognose demonstrieren [8, 13].

Das Konzept des Wächterlymphknotens hat sich in der Kolonchirurgie außerhalb von Studien als Staginginstrument nicht durchgesetzt [3, 4]. Auch wenn die Studienlage uneinheitlich ist, empfiehlt die aktuelle S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ als Qualitätskriterium die Exstirpation und histologische Aufarbeitung von mindestens 12 Lymphknoten [21].

Neben der systematischen Lymphadenektomie zielt auch das Konzept der Complete Mesocolic Excision (CME) auf eine maximale Reduktion der Anzahl von Lokalrezidiven durch eine Erhöhung der Radikalität und Qualität der Resektion ab. Die Technik wurde 2009 durch Hohenberger et al. publiziert und beruht auf drei Säulen [16, 24]:

  1. Präparation entlang der embryonalen Schichten, wodurch die beiden mesokolischen Faszienblätter des Resektionsgebietes geschont und eine mögliche Tumorzellaussaat vermieden werden soll.
  2. Das streng abgangsnahe Absetzen der jeweiligen Stammgefäße ermöglicht eine maximale Lymphknotenausbeute sowie eine maximale lokale Radikalität nach zentral hin.
  3. Eine ausreichende Länge des Resektats gewährt eine maximale parakolische Lymphadenektomie.

Daten aus Dänemark, Schweden und Deutschland zeigen, dass die CME-Technik bei Patienten mit Kolonkarzinom im Stadium UICC I – III mit einem besseren krankheitsfreien Überleben assoziiert ist als die herkömmliche Kolonresektion [5, 6, 18].

Minimal-Invasive Chirurgie

Mono- und multizentrische RCTs (KOLOR, COST, CLASSIC-Trail) ergaben zwischen laparoskopischen und offenen Techniken in der Kolonkarzinomchirurgie bei entsprechender Expertise des Operateurs keine Unterschiede hinsichtlich chirurgisch-onkologischer Qualitätsindikatoren (R-Status, Lymphknotenanzahl) und den Langzeitergebnissen (Tumorrezidive, Überleben) [7, 11, 14]. Als Vorteil der minimal-invasiven Chirurgie konnte im Kurzzeitverlauf eine relativ niedrige perioperative Morbidität bei unveränderter Gesamtmorbidität und Letalität gezeigt werden [23]. Nach der aktuellen S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ kann daher eine laparoskopische Resektion des Kolonkarzinoms bei entsprechender Erfahrung des Operateurs in geeigneten Fällen durchgeführt werden [21]. Für die Anwendung von NOTES beim Kolonkarzinom gibt es derzeit keine Datengrundlage.

Multimodale Tumortherapie

Zahlreiche Studien belegen die Bedeutung der medikamentösen Tumortherapie beim nichtmetastasierten Kolonkarzinom. Eine adjuvante Chemotherapie im UICC-Stadium III geht mit einer signifikanten Prognoseverbesserung von ca. 20 % Gesamtüberleben einher [22]. Im Stadium II haben Patienten mit Risikofaktoren (T4-Tumor, Tumorperforation, Notfalleingriffe, Anzahl untersuchter/exstirpierter Lymphknoten < 12) eine wesentlich schlechtere Prognose als Patienten im gleichen Stadium ohne Risikofaktoren und sollten daher eine adjuvante Chemotherapie erhalten [21]. Die Rolle der neoadjuvanten Chemotherapie bei der Behandlung lokal fortgeschrittener Kolonkarzinome wurde in den letzten Jahren untersucht. Eine randomisierte Studie aus Großbritannien zeigte, dass die kombinierte neoadjuvante/adjuvante Chemotherapie (Oxaliplatin, Folinsäure und 5-FU) vs. ausschließlich adjuvante Chemotherapie bei lokal fortgeschrittenen Kolonkarzinomen eine geringere Rate an R1-Resektionen und ein signifikantes Downstaging zur Folge hatte. Eine Tumorprogression unter der laufenden neoadjuvanten Chemotherapie konnte nicht beobachtet werden [2, 12]. Studien haben gezeigt, dass die Computertomographie geeignet ist, lokal fortgeschrittene Kolonkarzinome hinsichtlich der T-Kategorie zu identifizieren und somit für eine neoadjuvante Chemotherapie zu selektieren bzw. das Ansprechen auf die Chemotherapie präoperativ abzuschätzen [1, 20]. Onkologische Langzeitergebnisse stehen allerdings noch aus.

Leber- und Lungenmetastasen

In der metastasierten Situation liegt die Fünfjahresüberlebensrate unter 10 %. Durch die medikamentöse Tumortherapie (Kombination von Zweifachtherapie und Antikörpern) sowie die aggressivere Indikationsstellung zur Metastasenresektion, verbessert sich mit einer Fünfjahresüberlebensrate von bis zu 50 % die Prognose für ca. 20 % der metastasierten Patienten erheblich [15]. Unter Anwendung verschiedener Chemotherapieprotokolle werden Ansprechraten bis 60 % und eine R0-Resektionsrate von bis zu 15 % erreicht [9].

Peritonealkarzinose

Liegt bei einem Kolonkarzinom bereits eine Peritonealkarzinose vor, kann die Indikation zur zytoreduktiven Chirurgie, gefolgt von einer hyperthermen intraperitonealen Chemotherapie (HIPEC), überprüft werden. Durch den Einsatz dieser Kombinationstherapie konnte ein signifikanter Überlebensvorteil im Sinne einer Verlängerung des medianen Überlebens von 12,6 auf 22,3 Monate gezeigt werden [27]. Zur Bestimmung des Ausmaßes der Peritonealkarzinose dient der Peritoneal Cancer Index (PCI). Liegt der PCI-Wert bei Patienten ohne zusätzliche extraabdominelle Metastasen bei unter 20, kann – sofern eine R0-Resektion möglich ist – in spezialisierten Zentren die operative Zytoreduktion mit HIPEC durchgeführt werden [21].

Perioperatives Konzept

Das ERAS-Konzept („enhanced recovery after surgery“) der multimodalen postoperativen Rehabilitation in der gastrointestinalen Chirurgie wird hierzulande in den meisten Kliniken in teils modifizierter Form umgesetzt. Ziel des Konzepts ist, die durch den operativen Eingriff ausgelösten pathophysiologischen Veränderungen wie Abgeschlagenheit, Darmatonie und Insulinresistenz zügig in den Griff zu bekommen. Zu dem Konzept gehören u. a. die frühzeitige Entfernung von gastralen Sonden und intrabdominellen Drainagen, der frühzeitige orale Kostaufbau, Stimulation der Darmmotilität, suffiziente Analgesie (epi-/peridural) und die frühzeitige Mobilisation. Mit zahlreichen Studien konnte belegt werden, das mithilfe des ERAS-Konzepts eine deutliche Verkürzung von Liegedauer bei signifikant geringerer Komplikationsrate erzielt werden kann [17].

2. Aktuell laufende Studien zu diesem Thema

Patient-Centered Risk Adjusted Surveillance After Curative Resection of Colorectal Cancer

Correlation Between Circulating Tumor Markers Early Variations and Clinical Response in First Line Treatment of Metastatic Colorectal Cancer (COCA-MACS)

Evaluation of 2 Resection Strategies of Synchronous Colorectal Cancer Metastases (METASYNC)

Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery for Colorectal Cancer (NOTES)

Safety Study of Transumbilical Single Incision Versus Conventional Laparoscopic Surgery for Colorectal Cancer

Multi-Line Therapy Trial in Unresectable Metastatic Colorectal Cancer (STRATEGIC-1)

3. Literatur zu diesem Thema

1: Arredondo J, González I, Baixauli J, Martá­nez P, Rodri­guez J, Pastor C, Ribelles MJ, Sola JJ, Hernández-Lizoain JL. Tumor response assessment in locally advanced colon cancer after neoadjuvant chemotherapy. J Gastrointest Oncol. 2014 Apr;5(2):104-11.

2: Arredondo J, Pastor C, Baixauli J, Rodri­guez J, González I, Vigil C, Chopitea A, Hernández-Lizoáin JL. Preliminary outcome of a treatment strategy based on perioperative chemotherapy and surgery in patients with locally advanced colon cancer. Colorectal Dis. 2013 May;15(5):552-7.

3: Bembenek A. Current clinical status of sentinel lymph nodes in colon and proximal rectal cancer. Colorectal Dis. 2011 Nov;13 Suppl 7:63-6.

4: Bembenek AE, Rosenberg R, Wagler E, Gretschel S, Sendler A, Siewert JR, Nährig J, Witzigmann H, Hauss J, Knorr C, Dimmler A, Gröne J, Buhr HJ, Haier J, Herbst H, Tepel J, Siphos B, Kleespies A, Koenigsrainer A, Stoecklein NH, Horstmann O, Grützmann R, Imdahl A, Svoboda D, Wittekind C, Schneider W, Wernecke KD, Schlag PM. Sentinel lymph node biopsy in colon cancer: a prospective multicenter trial. Ann Surg. 2007 Jun;245(6):858-63.

5: Bernhoff R, Martling A, Sjövall A, Granath F, Hohenberger W, Holm T. Improved  survival after an educational project on colon cancer management in the county of Stockholm–a population based cohort study. Eur J Surg Oncol. 2015 Nov;41(11):1479-84.

6: Bertelsen CA, Neuenschwander AU, Jansen JE, Wilhelmsen M, Kirkegaard-Klitbo A, Tenma JR, Bols B, Ingeholm P, Rasmussen LA, Jepsen LV, Iversen ER, Kristensen B, Gögenur I; Danish Colorectal Cancer Group.. Disease-free survival after complete mesocolic excision compared with conventional colon cancer surgery: a retrospective, population-based study. Lancet Oncol. 2015 Feb;16(2):161-8.

7: Colon Cancer Laparoscopic or Open Resection Study Group., Buunen M, Veldkamp R, Hop WC, Kuhry E, Jeekel J, Haglind E, Pahlman L, Cuesta MA, Msika S, Morino M, Lacy A, Bonjer HJ. Survival after laparoscopic surgery versus open surgery for colon cancer: long-term outcome of a randomised clinical trial. Lancet Oncol. 2009 Jan;10(1):44-52.

8: Chen SL, Bilchik AJ. More extensive nodal dissection improves survival for stages I to III of colon cancer: a population-based study. Ann Surg. 2006 Oct;244(4):602-10.

9: Falcone A, Ricci S, Brunetti I, Pfanner E, Allegrini G, Barbara C, Crinó L, Benedetti G, Evangelista W, Fanchini L, Cortesi E, Picone V, Vitello S, Chiara S, Granetto C, Porcile G, Fioretto L, Orlandini C, Andreuccetti M, Masi G; Gruppo Oncologico Nord Ovest.. Phase III trial of infusional fluorouracil, leucovorin, oxaliplatin, and irinotecan (FOLFOXIRI) compared with infusional fluorouracil, leucovorin, and irinotecan (FOLFIRI) as first-line treatment for metastatic colorectal cancer: the Gruppo Oncologico Nord Ovest. J Clin Oncol. 2007 May 1;25(13):1670-6.

10: Fischer J, Hellmich G, Jackisch T, Puffer E, Zimmer J, Bleyl D, Kittner T, Witzigmann H, Stelzner S. Outcome for stage II and III rectal and colon cancer equally good after treatment improvement over three decades. Int J Colorectal Dis. 2015 Jun;30(6):797-806.

11: Fleshman J, Sargent DJ, Green E, Anvari M, Stryker SJ, Beart RW Jr, Hellinger M, Flanagan R Jr, Peters W, Nelson H; Clinical Outcomes of Surgical Therapy Study Group.. Laparoscopic colectomy for cancer is not inferior to open surgery based on 5-year data from the COST Study Group trial. Ann Surg. 2007 Oct;246(4):655-62; discussion 662-4.

12: Foxtrot Collaborative Group. Feasibility of preoperative chemotherapy for locally advanced, operable colon cancer: the pilot phase of a randomised controlled trial. Lancet Oncol. 2012 Nov;13(11):1152-60.

13: George S, Primrose J, Talbot R, Smith J, Mullee M, Bailey D, du Boulay C, Jordan H; Wessex Colorectal Cancer Audit Working Group.. Will Rogers revisited: prospective observational study of survival of 3592 patients with colorectal cancer according to number of nodes examined by pathologists. Br J Cancer. 2006 Oct 9;95(7):841-7.

14: Green BL, Marshall HC, Collinson F, Quirke P, Guillou P, Jayne DG, Brown JM. Long-term follow-up of the Medical Research Council CLASICC trial of conventional versus laparoscopically assisted resection in colorectal cancer. Br J Surg. 2013 Jan;100(1):75-82.

15: Heinrich S, Lang H. Neoadjuvant chemotherapy or primary surgery for colorectal liver metastases. Pro primary surgery. Chirurg. 2014 Jan;85(1):17-23.

16: Hohenberger W, Weber K, Matzel K, Papadopoulos T, Merkel S. Standardized surgery for colonic cancer: complete mesocolic excision and central ligation–technical notes and outcome. Colorectal Dis. 2009 May;11(4):354-64; discussion 364-5.

17: Kehlet H, Wilmore DW. Evidence-based surgical care and the evolution of fast-track surgery. Ann Surg. 2008 Aug;248(2):189-98.

18: Merkel S, Weber K, Matzel KE, Agaimy A, Göhl J, Hohenberger W. Prognosis of patients with colonic carcinoma before, during and after implementation of complete mesocolic excision. Br J Surg. 2016 Aug;103(9):1220-9.

19: Neumann UP, Seehofer D, Neuhaus P. The surgical treatment of hepatic metastases in colorectal carcinoma. Dtsch Arztebl Int. 2010 May;107(19):335-42.

20: Norgaard A, Dam C, Jakobsen A, Plöen J, Lindebjerg J, Rafaelsen SR. Selection of colon cancer patients for neoadjuvant chemotherapy by preoperative CT scan. Scand J Gastroenterol. 2014 Feb;49(2):202-8.

21: Pox C, Aretz S, Bischoff SC, Graeven U, Hass M, Heußner P, Hohenberger W, Holstege A, Hübner J, Kolligs F, Kreis M, Lux P, Ockenga J, Porschen R, Post S, Rahner N, Reinacher-Schick A, Riemann JF, Sauer R, Sieg A, Scheppach W, Schmitt W, Schmoll HJ, Schulmann K, Tannapfel A, Schmiegel W; Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF.; Deutschen Krebsgesellschaft e.V.; Deutschen Krebshilfe e.V.. S3-guideline colorectal cancer version 1.0. Z Gastroenterol. 2013 Aug;51(8):753-854.

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6: Sekiguchi M, Matsuda T, Saito Y. Surveillance after endoscopic and surgical resection of colorectal cancer. Best Pract Res Clin Gastroenterol. 2016 Dec;30(6):959-970.

7: van der Stok EP, Spaander MC, Grünhagen DJ, Verhoef C, Kuipers EJ. Surveillance after curative treatment for colorectal cancer. Nat Rev Clin Oncol. 2016 Dec 20.

5. Guidelines

S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom 2014

European Society for Medical Oncology (ESMO):

American Society of Colon and Rectal Surgeons (ASCRS):

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