Narbenhernienreparation, laparoskopisch

 
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Thema: Narbenhernienreparation, laparoskopisch

Forenmoderator --- schrieb am 23.07.2011

Liebe webop User,

1. Kommentar: „Ich bevorzuge beim Anlegen des Pneumoperitoneum das Vorgehen mit der Verreskanüle – wo wird diese Ihrer Meinung nach am Besten platziert? Nabel? Linker Oberbauch?“ Dr. Hans Meier

Antwort: Bei der Narbenhernie ist ein Punktionspneumoperitoneum i.d.R. ungeeignet und sogar gefährlich, da mit großflächigen Adhärenzen zur Bauchdecke zu rechnen ist. Wenn die Verwachsungssonogragraphie aber wenig Adhäsionen zeigt, und der linke Oberbauch nicht im voroperierten Bereich liegt, kann im Ausnahmefall subcostal die Verreskanüle plaziert werden. Als Regelzugang sollte aber unbedingt die Mini-Laparatomie erfolgen.

2. Kommentar: „Lieber Kollege, warum wird die Bruchlücke bei dieser Methode nicht verschlossen?
Neueste Ergebnisse zeigen, dass ein Verschluss der Bruchlücke zu einer geringeren Serombildung führt und das subjektive Empfinden des Patienten verbessert wird.“ Prof. Friedhelm Lütz

Antwort: Die Meinungen zum Bruchlückenverschluss sind unterschiedlich. Auch dadurch ist u.E. eine Serombildung nicht zu verhindern. Um eine Dislokation des Netzes in die Bruchlücke
zu verhindern, setzen wir eine zweite Spiraltacker Reihe an den Rand der Bruchpforte (sogenannte “double crown”- Technik). Zudem ist bei größeren Brüchen ein Faszienverschluß technisch nicht machbar und bei einer “spannungsfreien” Methode vom Konzept her auch nicht sinnvoll.

3. Kommentar: „Sehr geehrter Kollege, die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Methoden der Netzfixation sind mir nicht klar. Staples vs. Einzelknopfnähte? Wann benutzen Sie welche Methode?“ Prof. Michael Nowand

Antwort: Wir benutzen nur noch Staples. Die Ausspannnähte werden nur noch als Hilfsnähte benutzt und am Ende der OP entfernt.

4. Kommentar: „Gibt es sinnvolle Alternativmethoden zum Ausmessen der Faszienlücke mit einer Kanüle?“ Dr. Stefanie Moeller

Antwort: Meistens reicht schon eine Diaphanoskopie und das Eindrücken der Bruchränder mit dem Finger um die Bruchpforte einzeichnen zu können.

5. Kommentar: „Beim Verschluss der Minilaparatomie zeigen Sie leider nur die Methode mit den Einzelknopfnähten. Gerne hätte ich hier die Methode mit dem Endoclose oder Endocatch gesehen.“ Dr. Norbert Asmus

Antwort: Ein Beitrag zu Nahttechniken/Verschlusstechniken ist in naher Zukunft geplant, wo wir dann genauer auf die einzelnen Methoden eingehen können.

6. Kommentar: „Sehr geehrter Kollege Heiss, könnten Sie bitte genauer eingehen auf die verschiedenen Methoden beim Anlegen des Pneumoperitoneums?“ Daniel Henkel

Antwort: Es gibt die beiden Möglichkeiten Punktion oder Minilaparatomie. Da bei einer Narbenhernie mit Verklebungen von Omentum majus aber auch Darmstrukturen zur vorderen
Bauchwand zu rechnen ist, sollte hier ausschließlich die Minilaparatomie zur Anwendung kommen. Da im Bereich der Minilaparatomie mindestens ein 10er Trokar plaziert werden sollte, muss diese
entsprechend gewählt werden. Da der Nabel quasi immer i.B. des Netzlagers ist, kommt dieser als Zugang hier nicht in Frage.

7. Kommentar: „Ich glaube die Seite mit dem Collagen-Film sollte besser nach innen eingerollt werden, um seine Beschaedingung zu vermeiden. Wie sterilisieren Sie den Stift?“ Monica Nanu

Antwort: Wenn Sie die Beschichtung nach innen einrollen, müssen Sie das Netz innerhalb der Bauchhöhle wenden, was die Plazierung unnötig verkompliziert.
Der Stift ist Einmalmaterial und nicht wieder aufbereitbar. Wir verwenden keinen Stift als Einführhilfe.

8. Kommentar: „Beim Instrument handelt es sich um einen Endo Close und nicht um einen Endo Catch.“ Rolf Werner

Anwort: Die beiden Instrumente sind in ihrer Funktion praktisch identisch und können auch beider verwendet werden.

Vielen Dank für Ihre Beiträge und das Interesse an webop!

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Rolf Werner schrieb am 18.10.2010

Beim Instrument handelt es sich um einen Endo Close und nicht um einen Endo Catch

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Monica Nanu schrieb am 11.03.2010

1. Ich glaube die Seite mit dem Collagen-Film sollte besser nach innen eingerollt werden, um seine Beschaedingung zu vermeiden.
2. Wie sterilisieren Sie den Stift?

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Hans Heidingsfeld schrieb am 09.10.2008

Dieses Video passt doch sehr gut zur Narbenhernienreparation: www.webop.de/surgeries/11/videos/243

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Daniel Henkel schrieb am 01.10.2008

Sehr geehrter Kollege Heiss, könnten Sie bitte genauer eingehen auf die verschiedenen Methoden beim Anlegen des Pneumoperitoneums?

Heiss

Thema: Narbenhernienreparation, laparoskopisch

Prof. Dr. med. Markus Heiss schrieb am 01.10.2008

Sehr geehrte Kollegin, verlorengegangene Clips können in der Regel problemlos gefasst und extrahiert werden

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Thema: Narbenhernienreparation, laparoskopisch

Martina Richards schrieb am 01.10.2008

Was mache ich mit verlorengegangenen Clips?

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Dr. Norbert Asmus schrieb am 01.10.2008

Beim Verschluss der Minilaparatomie zeigen Sie leider nur die Methode mit den Einzelknopfnähten. Gerne hätte ich hier die Methode mit dem Endoclose oder Endocatch gesehen.

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Dr. Stefanie Moeller schrieb am 01.10.2008

Gibt es sinnvolle Alternativmethoden zum Ausmessen der Faszienlücke mit einer Kanüle?

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Prof. Michael Nowand schrieb am 01.10.2008

Sehr geehrter Kollege, die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Methoden der Netzfixation sind mir nicht klar. Staples vs. Einzelknopfnähte? Wann benutzen Sie welche Methode?

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