Totale Thyreoidektomie bei benigner Knotenstruma bds.

 
Einzelsequenzen zu den OP-Schritten
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1. Hautschnitt

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Die OP-Technik wird anhand einer Struma multinodosa II° demonstriert. Begonnen wird mit der rechten Seite.

Kocher´scher Kragenschnitt ca. 2 Querfinger oberhalb des Jugulums.

Tipp:

  • Ein zu tief liegender Hautschnitt kann zur Keloidbildung führen.
  • Bei großen Strumen sollte man den Schnitt höher anlegen, da er sich nach Entfernung der Struma senkt.

2. Mobilisation der Wundränder

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Nach Durchtrennung der Subkutis bis auf die ventrale Halsfaszie erfolgt die Mobilisation eines Hautplatysmalappens nach kranial und kaudal, wobei die geraden Halsvenen möglichst geschont werden sollten.

3. Mobilisation der geraden Halsmuskulatur

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Eingehen in die Linea alba colli und beidseits Mobilisation der geraden Halsmuskulatur.

Tipp:

  • Um Blutungen aus den Venen zu vermeiden, ist es hier wichtig, den richtigen bindegewebigen Raum zwischen Schilddrüse und Muskulatur zu finden. Nach einer abgelaufenen Entzündung kann sich dieses Manöver schwierig gestalten.
  • Bei großen Strumen empfiehlt sich die quere Durchtrennung der infrahyoidalen Muskulatur.

4. Darstellen und Neuromonitoring des N. vagus

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Aufsuchen des N. vagus zwischen V. jugularis interna und A. carotis communis, Durchführung des Neuromonitorings.

5. Darstellen und Absetzen der oberen Polgefäße

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Mobilisation des oberen Schilddrüsenpols und drüsennahe Durchtrennung der oberen Polgefäße mittels LigaSure®.

Cave:

  • Bei zu starkem Zug an der Schilddrüse reißen die Venen an der nächsten Abzweigung, also kranial ab. Die Suche und Ligatur kann sich dann schwierig gestalten!
  • Bei hoch hinaufreichendem Pol besteht, wenn die Ligaturen nicht schildrüsennah erfolgen, die Gefahr einer Läsion des R. externus des N. laryngeus superior.

Tipps zur Vermeidung einer Nachblutung aus den Polgefäßen finden Sie hier: Polgefäße

6. Abpräparieren der unteren Nebenschilddrüse und Darstellen des N. laryngeus recurrens

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Nach Durchtrennung der Kocher-Vene (Vena thyroidea media) kommt die untere Nebenschilddrüse (NSD) zur Darstellung, die ohne Kompromittierung ihrer Durchblutung von der Schilddrüse abpräpariert wird. Darstellen des N. laryngeus recurrens und Kontrolle mit Neuromonitoring.

Tipps zur Schonung der Nebenschilddrüsen finden Sie hier: NSD

Tipps zur Freilegung, Präparation und Schonung des NLR finden Sie hier: NLR

7. Mobilisation des unteren Schilddrüsenpols

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Der untere Schilddrüsenpol wird mobilisiert, die unteren Polgefäße mittels LigaSure® abgesetzt.

8. Darstellen der oberen Nebenschilddrüse und Verfolgen des N. laryngeus recurrens bis zum Kehlkopf

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Darstellen und Präparation der oberen Nebenschilddrüse ohne Kompromittieren der Durchblutung. Der N. laryngeus recurrens wird an der dorsalen Schilddrüsenkapsel weiter nach kranial verfolgt und bis zu seiner Insertion in den Kehlkopf dargestellt.

9. Mobilisation des Schilddrüsenlappens nach medial

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Nach Mobilisation von oberem und unterem Schilddrüsenpol kann der Lobus nun auch weiter nach medial mobilisiert werden, was im Filmbeispiel überwiegend mittels LigaSure® erfolgt. Ligaturen sollten möglichst kapselnah erfolgen, um eine versehentliche Läsion des NLR zu vermeiden, was durch das gleichzeitige Neuromonitoring während des Knüpfens einer Naht kontrolliert werden kann.

10. Exstirpation der Schilddrüse in toto

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Nach Mobilisation des kontralateralen Lobus in der gleichen Weise, Exstirpation der Schilddrüse in toto.

11. Wundverschluss

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Nach Kontrolle auf Bluttrockenheit unter gleichzeitiger PEEP-Beatmung erfolgt der schichtweise Wundverschluss, der im Filmbeispiel aus adaptierenden Einzelknopfnähten der geraden vorderen Halsmuskulatur und einer resorbierbaren intrakutanen Hautnaht besteht.

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