Leistenhernienreparation, Shouldice

 
Perioperatives Management

1. Indikationen

Elektiv:

  • primäre Leistenhernie
  • Alter < 40 Jahre oder individuell bei Patienten mit kleiner lateraler Hernie und/oder straffer Fascia transversalis

2. Kontraindikationen

  • keine

3. Präoperative Diagnostik

  • Manuelle Untersuchung beim stehenden Patienten
  • Bei Männern > 50: digital rektale Untersuchung

4. Spezielle Vorbereitung

  • Einzeichnen der entsprechenden Seite beim im Stehen untersuchten Patienten
  • Präoperativ Antibiotikaprophylaxe mit einer single-shot Gabe von beispielsweise einem Cephalosporin der 2. Generation ½ h vor dem Hautschnitt

5. Aufklärung

  • Rezidiv
  • Serom
  • Hämatom
  • Wundheilungsstörung
  • Infektion
  • Gefäß- und Nervenverletzung
  • Blutung
  • Chronischer Leistenschmerz, z.B. Ilioinguinalissyndrom
  • Verletzung des Samenstrangs
  • Hodenatrophie
  • Folgeeingriff
  • Darmresektion
  • Letalität

6. Anästhesie

7. Lagerung

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  • Rückenlage
  • beide Arme ausgelagert

8. OP-Setup

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Operateur steht auf der zu operierenden Seite, 1. Assistenz steht auf der Gegenseite, instrumentierende Pflegekraft hat den Instrumententisch am Fußende auf der Seite des Operateurs platziert.

9. Spezielle Instrumentarien und Haltesysteme

  • Grundsieb

10. Postoperative Behandlung

postoperative Analgesie: Nicht-steroideale Antirheumatika sind in der Regel ausreichend, ggf. kann eine Steigerung mit opioidhaltigen Analgetika erfolgen
Folgen Sie hier dem link zu PROSPECT (Procedures Specific Postoperative Pain Management)
Folgen Sie hier dem link zu den aktuellen Leitlinien: www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/041-001.htm
medizinische Nachbehandlung: falls eingelegt, entfernen der Redondrainage am 1. oder 2. postoperativen Tag
Thromboseprophylaxe: bei fehlenden Kontraindikationen sollte aufgrund des mittleren Thrombembolierisikos (operativer Eingriff > 30min Dauer) neben physikalischen Maßnahmen niedermolekulares Heparin in prophylaktischer ggf. in gewichts – oder dispositionsrisikoadaptierter Dosierung bis zum Erreichen der vollen Mobilisation verabreicht werden.
Zu beachten: Nierenfunktion, HIT II (Anamnese, Thrombozytenkontrolle)
Folgen Sie hier dem link zu den aktuellen Leitlinien: www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/003-001.htm
Mobilisation: sofort, schrittweises Wiederaufnehmen der körperlichen Belastung, beschwerdeadaptierte Vollbelastung nach einer Woche möglich, nach spätestens 4-6 Wochen können alle Tätigkeiten wieder aufgenommen werden
Krankengymnastik: Atemgymnastik zur Pneumonieprophylaxe nur bei bettlägerigen Patienten
Kostaufbau: sofort
Stuhlregulierung: Vermeidung der Obstiptaion, ggf. Laxantien ab dem 2. Tag
Arbeitsunfähigkeit: 1-2 Wochen

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