Leistenhernienreparation, RutkowPlug

 
Perioperatives Management

1. Indikationen

  • indirekte Leistenhernie (L I-III n. Schumpelick)
  • direkte Leistenhernie (M I-III n. Schumpelick)
  • Femoralhernie (F I-III n. Schumpelick)
  • Rezidivhernie (Rx I-III n. Schumpelick)
  • kombinierte Hernie (ML I-III n. Schumpelick

2. Kontraindikationen

  • Patienten im Endstadium einer Tumorerkrankung
  • Patienten mit hohem Operationsrisiko

3. Präoperative Diagnostik

  • klinische Untersuchung
  • sonographische Untersuchung mit 7,5 Hz Schallkopf im Liegen und im Stehen zum Ausschluss Hydrocele, Malignom (z.B. Sarkom), Lipom

4. Spezielle Vorbereitung

  • Rasur kurz vor OP-Beginn zur Reduktion des Infektionsrisikos

5. Aufklärung

  • Serombildung
  • Netzmigration
  • chronische Inflammationsreaktion
  • Spätinfektion
  • Netzschrumpfung durch Kontraktion der Narbe
  • Fistelbildung
  • Affektion des ductus deferens

6. Anästhesie

7. Lagerung

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  • Rückenlage
  • beide Arme ausgelagert

8. OP-Setup

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Operateur steht auf der zu operierenden Seite, 1. Assistenz steht auf der Gegenseite, instrumentierende Pflegekraft hat den Instrumententisch am Fußende auf der Seite des Operateurs platziert.

9. Spezielle Instrumentarien und Haltesysteme

  • Grundsieb
  • Rutkow-Plug

10. Postoperative Behandlung

postoperative Analgesie: Nicht-steroidale Antirheumatika sind in der Regel ausreichend, ggf. kann eine Steigerung mit opioidhaltigen Analgetika erfolgen.
Folgen Sie hier dem link zu PROSPECT (Procedures Specific Postoperative Pain Management).
Folgen Sie hier dem link zu den aktuellen Leitlinien: www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/041-001.htm
medizinische Nachbehandlung: postoperative Analgesie mit Diclofenac 50mg 3xtägl. die ersten 3 Tage und Paracetamol 500mg comp. bei Bedarf
Thromboseprophylaxe: bei fehlenden Kontraindikationen sollte aufgrund des mittleren Thrombembolierisikos (operativer Eingriff > 30min Dauer) neben physikalischen Maßnahmen niedermolekulares Heparin in prophylaktischer ggf. in gewichts – oder dispositionsrisikoadaptierter Dosierung bis zum Erreichen der vollen Mobilisation verabreicht werden.
Zu beachten: Nierenfunktion, HIT II (Anamnese, Thrombozytenkontrolle)
Folgen Sie hier dem link zu den aktuellen Leitlinien: www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/003-001.htm
Mobilisation: Der Patient kann sofort aufstehen und sich in Abhängigkeit von den postoperativen Schmerzen belasten. Keine Bettruhe notwendig, volle körperliche Belastbarkeit in Abhängigkeit vom Wundschmerz
Krankengymnastik: Keine Krankengymnastik
Kostaufbau: Der Patient kann sofort alles essen und trinken.
Stuhlregulierung: Stuhlregulierung nur bei bekannter Obstipation
Arbeitsunfähigkeit: Arbeitsunfähigkeit 7-12 Tage

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