Leistenhernienreparation, Lichtenstein

 
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Thema: Leistenhernienreparation, Lichtenstein

Forenmoderator --- schrieb am 07.09.2011

Liebe webop User,

Frage 1: Ich würde gerne wissen, wie m.cramester bei Frauen genannt wird?

Anwort: Er heißt genauso. Der M.cremaster ist eine Abspaltung aus dem M. obliquus int. abdominis. Die Fasern schließen sich bei der Frau dem Lig. teres uteri an.

Frage 2:
Sehr geehrte Frau Dr. Pape,
ich gratuliere Ihnen zu diesem sehr schönen Beitrag. Da ich heute erstmals nur einen sehrkurzen Blick auf www.webop.de geworfen habe erlaugen Sie mir 3 Nachfragen bzw. Anmerkungen – vielleicht habe ich die entsprechenden Abschnitte auch überlesen bzw. falsch verstanden:
1. Habe ich die Lokalanästhesie bei der Narkoseform übersehen? Nach meiner Kenntnis ist dies die beste Anästhesieform beim Lichtenstein und sollte auch bei den wenigen Patienten, die in Vollnarkose operiert werden angewendet werden, weil dadurch für 8 – 10 Stunden postoperativ eine völlige Beschwerdefreiheit gewährleistet wird.
2. Sandsack für einige Stunden? Ich dachte dieses Konzept wäre lane verlassen worden, eine Nachblutung sollte doch durch sorgfältige Blutstillung vermieden werden, die Patienten sollten früh mobilisert werden (Stichwort: stationsersetzende Leistung – ambulante Operation) und das Thromboserisiko erscheint doch dadurch auch eher erhöht?
3. Redondrainagen? Diese sollten doch nur in Ausnahmefällen verwendet werden, da ihr Nutzen nicht evidenzbasiert ist und sie in der Routine nur bei vereinzelten Patienten ihren vermeindlichen Sinn erfüllen?
Mit freundlichen Grüßen natürlich auch an Ihren Chef, Herrn Professor Heiss.
Professor Dr. med. Wolfgang Schwenk
Allgemein- und Viszeralchirurgie

Antworten:

zu 1: Wir machen bei Leistenbruchversorgungen in Vollnarkose routinemäßig immer eine zusätzliche Lokalanästhesie, allerdings ist die Datenlage zum Nutzen nicht klar. Mein subjektiver Eindruck ist aber sehr positiv.

zu 2: Wie im Beitrag beschrieben ist auch der Sandsack optional, eine Erhöhung des Thromboserisikos halten wir für spekulativ.

zu 3: Redondrainagen werden von uns nicht routinemäßig eingelegt. Die Studienlage ist hier widersprüchlich. Deshalb verhalte ich mich individuell nach dem intraoperativen Eindruck, insbesondere wenn eine Blutungsneigung bekannt sein sollte.

Vielen Dank für Ihre Beiträge und das Interesse an webop!

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Thema: Leistenhernienreparation, Lichtenstein

Wolfgang Schwenk schrieb am 29.09.2010

Sehr geehrte Frau Dr. Pape,
ich gratuliere Ihnen zu diesem sehr schönen Beitrag. Da ich heute erstmals nur einen sehrkurzen Blick auf www.webop.de geworfen habe erlaugen Sie mir 3 Nachfragen bzw. Anmerkungen – vielleicht habe ich die entsprechenden Abschnitte auch überlesen bzw. falsch verstanden:

1. Habe ich die Lokalanästhesie bei der Narkoseform übersehen? Nach meiner Kenntnis ist dies die beste Anästhesieform beim Lichtenstein und sollte auch bei den wenigen Patienten, die in Vollnarkose operiert werden angewendet werden, weil dadurch für 8 – 10 Stunden postoperativ eine völlige Beschwerdefreiheit gewährleistet wird.

2. Sandsack für einige Stunden? Ich dachte dieses Konzept wäre lane verlassen worden, eine Nachblutung sollte doch durch sorgfältige Blutstillung vermieden werden, die Patienten sollten früh mobilisert werden (Stichwort: stationsersetzende Leistung – ambulante Operation) und das Thromboserisiko erscheint doch dadurch auch eher erhöht?

3. Redondrainagen? Diese sollten doch nur in Ausnahmefällen verwendet werden, da ihr Nutzen nicht evidenzbasiert ist und sie in der Routine nur bei vereinzelten Patienten ihren vermeindlichen Sinn erfüllen?

Mit freundlichen Grüßen natürlich auch an Ihren Chef, Herrn Professor Heiss.

Professor Dr. med. Wolfgang Schwenk
Allgemein- und Viszeralchirurgie
Asklepios Klinik Altona

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Thema: Leistenhernienreparation, Lichtenstein

Amid Bachischov schrieb am 10.09.2010

Schönen Guten Tag,

ich würde gerne wissen, wie m.cramester bei Frauen genannt wird?

Mit freundlichen Grüßen Bachischov Amid
Assistenzarzt für Chirurgie.

Dsc00488

Thema: Leistenhernienreparation, Lichtenstein

Iurii Krasniuk schrieb am 30.03.2010

to Monika Nanu

leider haben Sie unrecht. In der Lichtenstein T. wird das Netz medial am M.obl. int fixiert und nicht an der Aponeurosis der M. recti abd.

Mit freundlichen Grüßen

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Thema: Leistenhernienreparation, Lichtenstein

Monica Nanu schrieb am 11.03.2010

Interessant praesentiert.
In der Lichtenstein T. wird das Netz medial an der Aponeurosis der M. recti abd. fixiert, nicht am M. obl. int.

Pape

Thema: Leistenhernienreparation, Lichtenstein

Dr. med. Carolina Pape-Köhler schrieb am 27.08.2009

Liebe Kollegin,

Vielen Dank für Ihr Interesse.
Die Lichtenstein-OP gibt es schon seit ca. 20 Jahren. Es gibt eine vergleichende Studie mit der Bassini-Technik, in der gezeigt wird, dass die Lichtensteon-OP bei Leistenhernienrezidiven bessere Ergebnisse zeigte. Die Hackenbruch-Modofikation kenne ich leider nicht.

Viele Grüße!

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Thema: Leistenhernienreparation, Lichtenstein

Dr.med. Lore Bürgstein schrieb am 18.08.2009

Mich würde interessieren, wielange diese Lichtensteinsche Operation schon durchgeführt wird und ob ein Vergleich
mit Bassini-Hackenbruch möglich ist (Vergleich der Ergeb-
nisse)? Dr.med. L. Buergstein@web.de (Rentner).

Kommentare 1 - 7 aus 7

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