Pankreatikoduodenektomie, pyloruserhaltend, partiell (OP nach Traverso)

 
Einzelsequenzen zu den OP-Schritten
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1. Laparotomie

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Pppd_op_laparotomie_normal_normal

Der Zugang erfolgt als bogenförmige kranial konvexe quere Oberbauchlaparotomie. Anschließend erfolgt die Explorationsphase mit Inspektion und Palpation des gesamten Abdomens zum Ausschluss von Fernmetastasen und Zeichen der lokalen Irresektabilität.

Alternativ kann bei sehr spitzem Rippenbogenwinkel eine mediane Laparotomie durchgeführt werden

2. Cholezystektomie

Schritt-9
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Nach Anklemmen der Gallenblase erfolgt die subseröse Präparation der Gallenblase aus dem Leberbett Durchtrennen von Ductus cyscticus und A. cystica unter entsprechenden Ligaturen und Abgabe des Präparats zur Histologie.

Tipp: Zur Vermeidung einer aszendierende Cholangitis nach biliodigestiver Anastomose ist die Cholezystektomie aus funktionellen Gründen im Rahmen der Pankreaskopfresektion obligat.

3. Eröffnung der Bursa omentalis

Schritt-2
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3

Nach Inspektion und Palpation des Pankreas von ventral erfolgt die Eröffnung der Bursa omentalis durch Ablösen des omentum majus vom colon transversum.

4. Kocher’sche Mobilisation

Schritt-1
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Pppd_op_1_mobilisation_der_rechten_kolonflexur_normal

Nach Mobilisation der rechten Kolonflexur erfolgt die Kocher’sche Mobilisation des Duodenums.

5. Palpation des Pankreaskopfes

Schritt-3
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5b_palpation_pankreas_normal

Es erfolgt die Palpation des mobilisierten Pankreaskopfes zum Ausschluss einer retroperitonealen Infiltration sowie die Palpation der Lymphabflußwege und der großen Gefäße. Anschließend folgt der Beginn der Präparation des Lig. hepatoduodenale.

6. Ligatur A. gastrica dextra

Schritt-3b
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6

Die Durchtrennung der A. gastrica dextra unter Ligaturen ist der Beginn der Mobilisation des Pylorus bzw. Antrums.

7. Durchtrennung des postpylorischen Duodenums

Schritt-5
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11

Mit dem ILA-52 erfolgt die Durchtrennung des postpylorischen Duodenums.

Tipp: Durch das frühzeitige Absetzen des Duodenums wird die Lymphadenektomie bei der pyloruserhaltenden partiellen Pankreatikoduodenektomie erheblich erleichtert

8. Lymphadenektomie I

Schritte-6a
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7

Im Lig. hepatoduodeonale entlang der A. hepatica propria nach zentral erfolgt die Lymphadenektomie.

Tipp: Rechts lateral dorsal im Lig. hepatoduodenale verläuft die A. hepatica dextra; hier ist auf einen möglichen atypischen Verlauf der gesondert aus der A. mesenterica superior hervorgehenden A. hepatica dextra zu achten!

9. Durchtrennung des Ductus choledochus

Schritte-6b
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8

Der Ductus choleduchus wird durchtrennnt und ein vormals eingesetzter Stent entfernt.

Tipp: Aus Durchblutungsgründen sollte der ductus choledochus hilusnah, proximal der Ductus cysticus Einmündung abgesetzt werden.

10. Durchtrennung A. gastroduodenalis

Schritte-7a
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9

Unter Ligatur wird die A. gastroduodenalis durchtrennt.

11. Lymphadenektomie II

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Die Lymphadenektomie vom Lig. hepatoduodenale wird bis zum Truncus coeliacus fortgesetzt.

12. Durchtrennung Pankreas

Schritt-4a
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Pppd_op_4a_untertunnelung_auf_v

Das Pancreas wird auf Höhe der Resektionsgrenze mit einer Overholt-Klemme untertunnelt und ein Zügel durchgezogen. Dieser schützt die V. mesenterica superior bei der sich nun anschließenden Durchtrennung des Pankreas.

13. Ablösen des Pankreaskopfes

Schritt-4b
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Pppd_op_4b_abl_sen_des_pankreaskopfes_normal

Unter Durchtrennung der zuführenden Venenäste erfolgt die vollständige Ablösung des Pankreaskopfes.

14. Durchtrennung Jejunum

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Anschließend wird die flexura duodenojejunales mobilisiert und es erfolgt der retrokolische Durchzug des oralen Jejunalstumpfes in den rechten Oberbauch.

15. Durchtrennung der retropankreatische Platte und Resektion

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Situs nach abgeschlossener Resektionsphase und Abgabe des Resektats, sowie Duchführen eines Schnellschnitts von der Pankreasresektionsfläche zum Nachweis der Resektion im Gesunden.

Tipp: Es ist auf die Schonung der A. und V. mesenterica superior zu achten.

16. Naht Mesoschlitz

Schritte-8a
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16

Der Mesoschlitz, der dem Durchzug des Jejunalstumpfes gedient hat, wird wieder verschlossen.

17. Übernähung Jejunalstumpf

Schritt-8b
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Pppd_op_8_b__bern_hung_jejunoalstumpf_normal

Die Klammernahtreihe des transmesokolisch hochgezogenen aboralen Jejunalstumpfes wird nun übernäht.

18. Anlage des Pankreatiko-Jejunostomie I

Schritt-8c
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Pppd_op_8_c_anlage_der_pankreatikojejunostomie_normal

Die Pankreatiko-Jejunostomie wird End-zu-Seit angelegt. Hierfür erfolgen zunächst durchgreifende Hinterwandnähte.

19. Anlage des Pankreatiko-Jejunostomie II - duct-to-mucosa

Schritt-8d
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Nach punktförmiger Eröffnung des Jejunums korrespondierend zum Ductus-Pankreaticus erfolgt die Gang-zu-Mukosa Naht. Abschließend fortlaufende durchgreifende Vorderwandnaht.

20. Biliodigestive Anastomose

Schritte-8e
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Pppd_op_8e_biliodigestive_anastomose_normal

Oral der Pankreatiko-Jejunostomie (ca. 5-8 cm) Anlage der spannungsfreien Choledocho-/ Hepatiko-Jejunostomie als End-zu-Seit Anastomose. Diese, nach antimesenterialem Eröffnen des Duodenums, mit monofilem resorbierbarem Material angelegt (Einzelknopfnähte).

21. Duodeno-Jejunostomie

Schritt-8g
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Die Rekonstruktionsphase schließt die fortlaufend genähte, ca. 40 cm distal der Choledocho-/Hepatiko-Jejunostomie gelegene, End-zu-Seit Duodenojejunostomie zur Wiederherstellung der Nahrungspassage ab.

Tipp: Die Duodeno-Jejunostomie wird antekolisch gelegt und fortlaufend genäht (resorbierbar, monofil, 4-0). Antekolisch ist hierbei die Position des Magens während die Jejunalschlinge zur Pankreas- und Gallengangsanastomose retrokolisch durch das Mesokolon transversum gelegt wird.

22. Bauchdeckenverschluss

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Nach Reposition der mobilisierten Organe, Spülung und Prüfung auf Bluttrockenheit erfolgt die Anlage von Drainagen subhepatisch und dorsal der Jejunumschlinge zur Mesenterialwurzel, sowie der schichtgerechte Bauchdeckenverschluss.

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