Gastrektomie

 
Komplikationen

1. Intraoperative Komplikationen

  • Verletzung von Gefäßen
    Therapie: Übernähung
  • Verletzung von Gallengängen
    Therapie: Übernähung, ggf. T-Drainage
  • Verletzung des Pankreas
    Therapie: Übernähung und ausgiebige Drainage
  • Verletzung der Milz
    Therapie: Koagulation mittels Argonbeamer, Kompression mittels Bauchtüchern, ultima ratio: Splenektomie
  • Verletzung der Pleura/ Zwerchfell
    Therapie: Übernähung, Einlage einer Thoraxdrainage

2. Postoperative Komplikationen

  • Insuffizienz der Ösophagojejunostomie 3-10%
    Bei Auftreten innerhalb der ersten 2 Tage: Reoperation mit Übernähung, ggf. Neuanlage
    Therapie: endoluminäre Schienung (Stent), z.B. endoskopisch mit Einbringen einer Sonde zur enteralen Ernährung. Eine operative Revision sollte dann erfolgen, wenn die Insuffizienz zu septischen Allgemeinreaktionen führt.
  • Duodenalstumpfinsuffizienz <3%
    Therapie: meist ist eine operative Revision indiziert (Übernähung, Anlage einer Duodenojejunostomie, partielle Duodenopankreatektomie)
    Insuffizienz der Jejunojejunostomie* selten (<1%)
    Tehrapie: in aller Regel operative Revision
  • Interponatnekrose, Minderdurchblutung des Ersatzmagens
    Therapie: Reoperation mit Resektion und Neuanlage
  • Endoluminäre Blutung
    Therapie: im Bereich der Ösophagojejunostomie primär endoskopische Blutstillung, Blutungen an der Fußpunktanastomose erfordern die operative Revision
  • Wundheilungsstörungen
    Therapie: Wunderöffnung, Wundtoilette, sekundäre Wundheilung
  • Intraabdominelles Hämatom/ Abszess (insb. in der Milzloge nach Splenektomie)
    Therapie: sonographisch oder CT-gesteuerte Punktion und Drainage
  • Pankreatitis bzw. Pankreasfistel
    Therapie: ausreichend lange Nahrungskarenz, ggf. medikamentöse Therapie
  • allgemeine Komplikationen
    Symtomatische Therapie bei Thrombose, Embolie, Pneumonie, Harnwegsinfekt

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