1. Überprüfung der Indikation und Dehnung des Analsphinkters
Es erfolgt die digital-rektale Untersuchung zur Validierung des Befunds. In der rektal-digitalen Untersuchung lässt sich die Rektozele nach ventral austasten, die Vaginahinterwand wölbt sich in der Austastung vor. Anschließend erfolgt die vorsichtige Dehnung des Analsphinkters. Nun wird ein Proktoskop eingebracht und die in das Proktoskop prolabierende Rektumwand dargestellt.
2. Nahtfixierung des zu resezierenden Segments
Die Aliss-Klemme wird bei 10 Uhr auf die Rektumwand gesetzt und eine Prolene 2/0 Naht vorgelegt, die geknotet und angeklemmt wird. Bei 2 und 12 Uhr werden in gleicher Weise Nähte gesetzt.
Anschließend erfolgt die Inspektion der Vagina-Hinterwand. Zieht man an den drei vorgelegten Nähten, so darf sich die Vagina-Hinterwand nicht einziehen.
3. Einbringen des Staplers
Um die Rektumhinterwand beim Absetzen der Klammernaht fernzuhalten, wird bei 6 Uhr ein Kinderspatel eingebracht. Nun wird der Zirkularstapler eingeführt und die vorgelegten Prolene-Fäden durch die hierfür vorgesehenen Aussparungen gezogen, dabei werden die beiden Fäden der Fixierungsnaht bei 12 Uhr aufgeteilt: Ein Faden wird der Fixierungsnaht bei 10 Uhr, der zweite Faden der Fixierungsnaht bei 2 Uhr zugeschlagen. So stellt man sicher, dass der mittige Anteil der Rektumwand optimal in den Stapler eingezogen wird.
4. Resektion der vorderen Rektozele
Das Klammernahtmagazin wird unter leichtem Zug an den Prolene-Fäden geschlossen. Vor Absetzen der Klammernahtreihe wird die hinteren Vaginalwand kontrolliert und dann erst der Stapler ausgelöst. Abschließend wird der Stapler aus dem Analkanal entfernt und die Klammernahtreihe inspiziert.
Nun wird das Vollwandresektat aus dem Stapler entnommen, auf Vollständigkeit geprüft und ausgemessen.
Tipp: Falls Blutungen im Bereich der Klammernahtreihe auftreten, sollten diese z-förmig umstochen werden. Hierzu eignet sich Vicryl 2/0.
5. Resektion der hinteren Rektozele
Analog zur Resektion der vorderen Rektozele erfolgt die Nahtfixierung des zu resezierenden Segmentes. Seitlich werden hierzu die überstehenden Klammernahtenden, die in der Regel bei 8 und 4 Uhr zu liegen kommen, aufgenommen. Eine dritte Naht wird bei 6 Uhr angelegt. Jetzt wird zum Schutz der ventralen Rektumwand der Kinderspatel bei 12 Uhr eingelegt. Nun wird der Stapler eingeführt, ausgelöst und nach Entfernung die Klammernahtreihe kontrolliert. Das Vollwandresektat wird aus dem Stapler entnommen, auf Vollständigkeit geprüft und ausgemessen.
Bei 4 und 5 Uhr werden kleine arterielle Blutungen im Bereich der Klammernahtreihe mit Vicryl 2/0 z-förmig umstochen.















