Nabelhernie mit Netz

 
Evidenz

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1. Zusammenfassung der Literatur

  • Bei Patienten mit einem BMI ab 30 sowie einer Nabelbruchlücke ab 3 cm ist eine Meshaugmentation zum Bruchlückenverschluss indiziert.
  • Der Wundinfekt fördert das Rezidivrisiko. Aus diesem Grunde sollte bei Verwendung von Fremdmaterial eine Antibiotikaprophylaxe durchgeführt werden. Hierzu wird die Gabe eines Cephalosporins der 2.Generation als single shot vor Beginn der Operation empfohlen
  • Bei Bruchlücken im Bereich von 1-4 cm eignet sich die intraperitoneale offene Implantation eines Composite-Netzes ( antiadhäsionsbeschichtetes Netz). Der Durchmesser des Implantates sollte immer in etwa doppelt so groß sein wie der Durchmesser der Bruchlücke.
  • Der Polypropylene-Anteil soll ein festes Einwachsen des Netzes in die Umgebung bewirken, die PTFE-Beschichtung hingegen soll das Risiko von Adhärenzen und Fistelbildung minimieren.
  • Bei größeren Bruchlücken (>4 cm) ist eine Nabelhernienversorgung in Sublaytechnik indiziert. Dabei muss die Rektusscheide selbst nicht eröffnet werden, wenn es möglich ist, das Peritoneum vom hinteren Blatt der Rektusscheide abzulösen. Das Netz kann dann zwischen dem hinteren Blatt der Rektusscheide und Peritoneum bzw. präperitonealem Fett plaziert werden.
  • Bei der “Inlay”-Technik erfolgt die Positionierung des Netzes als Defektausfüllung, bei der “Onlay”-Technik als Defektdeckung. Beide Verfahren haben sich aufgrund der Neigung zu Randlinienrezidiven nicht bewährt.

2. Aktuell laufende Studien

3. Literatur zu diesem Thema

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