1. Indikationen
absolute Indikationen:
- Inkarzeration
- akutes Abdomen (Ileus)
- peritoneale Reizung, Peritonitis
relative Indikationen:
- Schmerzlinderung, um Lebensqualität zu verbessern
- Prävention späterer Inkarzerationen
- Kosmetik
2. Kontraindikationen
- inkurables Leiden wie z. B. Peritonealkarzinose
- Herz-Kreislaufleiden
- Myokardinfarkt
- Herzinsuffizienz (NYHA III)
3. präoperative Diagnostik
- Palpation mit den Fingern!!
- Inspektion: Vorstülpung, Aussackung, Schmerzen bei Belastung
- Sonografie immer bei adipösen Patienten
- CT bei inneren Hernien, Narbenhernien
- Röntgen nur in Sonderfällen
4. spezielle Vorbereitung
- Enthaarung des OP-Gebietes
- Anzeichnen der Hernien-Lokalisation
- Nahrungskarenz des Patienten > 6h, Getränkekarenz > 3h
- Absetzen antikoagulierender Medikamente (ASS, Marcumar)
- Absetzen antidiabetischer Medikamente wie beispielsweise Metformin
5. Aufklärung
- Wundheilungsstörungen
- Rezidiv
- Hämatome, Nachblutungen
- Nervenschädigung (Ileoinguinalsyndrom)
- Darmverletzung
6. Anästhesie
- Intubationsnarkose (ITN) mit Propofol und Remifentanyl
- Alternativ: Analgosedierung bei ambulanten Operationen
- selten Periduralanästhesie (PDA) oder Spinalanästhesie bei nicht ambulanten Patienten
8. OP-Setup
Der Operateur steht links vom Patienten in Höhe des Bauchnabels, der Assistent steht ihm gegenüber.
Die instrumentierende OP-Pflegekraft steht fußwärts des Operateurs auf dessen Seite.
10. Postoperative Behandlung
postoperative Analgesie: Nicht-steroidale Antirheumatika sind in der Regel ausreichend, ggf. kann eine Steigerung mit opioidhaltigen Analgetika erfolgen.
Folgen Sie hier dem link zu PROSPECT (Procedures Specific Postoperative Pain Management)
Folgen Sie hier dem link zu den aktuellen Leitlinien: www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/041-001.htm
medizinische Nachbehandlung: Bauchbinde, Wundheilungskontrolle
Thromboseprophylaxe: keine
Mobilisation: sofort, nach Abschluss der Wundheilung: normale körperliche Tätigkeiten, nach 3-4 Wochen: schwere Körperbelastung, Sport
Krankengymnastik: keine
Kostaufbau: sofort, ohne Einschränkung
Stuhlregulierung: keine
Arbeitsunfähigkeit: je nach Beruf 7-14 Tage








