Symposium anlässlich 10 Jahre – Klinik für Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie Köln-Merheim

Zeit: 22.11.2014        09:00 – 16:15 Uhr

Ort: Klinikum Merheim, RehaNova

Die Veranstaltung ist mit 7 Fortbildungspunkten
von der Ärztekammer Nordrhein zertifiziert.

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor 10 Jahren wurde in Merheim die Klinik für Viszeral- Gefäß- und Transplantationschirurgie gegründet. Sie entstand – zusammen mit der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie – aus der Klinik für Chirurgie Köln-Merheim, II. Chirurgischer Lehrstuhl der Universität zu Köln.

Damit verbunden war die Etablierung der Lehrstühle Chirurgie 1 und Unfallchirurgie der Universität Witten/Herdecke.

Dieses „Experiment“ – als solches hatten Skeptiker die Kooperation mit der Universität Witten/Herdecke angesehen – gelang. Über die Jahre ist in Merheim ein Klinikum der Universität Witten/Herdecke entstanden, das in vieler Hinsicht universitären Ansprüchen genügt, aber eben auch eine sehr eigene andere Handschrift trägt.

In diesem Jubiläums-Symposium möchten wir aber nicht zurück, sondern nach vorne blicken und herausarbeiten, wie es um die Zukunfts-perspektive der Viszeralchirurgie steht.

Anhand der Schwerpunkte der VGT-Chirurgie in Merheim diskutieren wir aktuelle Aspekte der Viszeral- und der Universitätschirurgie und versuchen, mögliche Entwicklungen abzu-schätzen. Was mit der MIC als Provokation für die große Chirurgie begann, hat zu einem Paradig-menwechsel geführt und eine Entwicklung der Miniaturisierung und Robotisierung ange-stoßen, die alleine durch die technologischen Rahmenbedingungen begrenzt wird. Diese verändern sich auch mit der Geschwindigkeit des vernetzten Informationsgewinns.

Das wirkt sich in unserem Fach nicht nur auf die chirurgische Technik sondern vor allem auch massiv auf unsere Arbeitsweise aus. Der Chirurg ist nicht mehr alleiniger Wissensträger, sondern auch der informierte Zuweiser, Patient oder Angehörige nimmt Einfluss. Die im Internet gesammelten Informationen bestimmen zunehmend die akzeptierten Behandlungs-möglichkeiten im Allgemeinen, aber auch im Einzelfall.

Wir müssen uns mit diesen Entwicklungen auseinandersetzen, wenn möglich, sie be-einflussen und nutzen. Auch wenn sie oft nur als bedrohlich wahrgenommen werden, so bieten sie auch große Chancen für eine bessere Behandlung insbesondere durch eine aktuellere und bessere Aus- und Weiterbildung. Denn auch wenn Algorithmen und Datenmanagement-systeme mehr leisten können als das einzelne Gehirn des Experten, so ist die individuelle Empirie und Excellenz des Chirurgen im Einzelfall der entscheidende Unterschied.

Zu dieser Diskussion möchten wir Sie herzlich einladen und den Dialog anstoßen.

Mit besten Grüßen

Ihr

Markus Heiss