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Kaugummikauen gehört nicht unbedingt zu den bekanntesten medizinischen Maßnahmen. Mit einer Studie hat die Universität Hongkong nun nachgewiesen, dass Kaugummikauen eine simple, aber effektive Maßnahme ist, um bei Patienten nach laparoskopischer Kolorektalresektion den Darm auf Trapp zu bringen.Die Studie wurde an 82 Patienten durchgeführt, die sich alle einem perioperativen Standardprogramm nach laparoskopischer Kolorektalresektion unterzogen. Zusätzlich erhielt die Hälfte der Patienten ab dem ersten postoperativen Tag bis zur Entlassung 3x täglich einen Kaugummi. Endpunkte der Studie waren das Intervall bis zum ersten Flatus, dem ersten Stuhlgang sowie die Zeit bis zum Einsetzen des Hungergefühls und die Dauer des Klinikaufenthalts.Die Kaugummigruppe schnitt bei drei Endpunkten signifikant besser ab und zeigte kürzere Intervalle bis zum:

  • ersten Flatus (18 versus 34 Stunden)
  • ersten Stuhlgang (19 versus 44 Stunden)
  • Einsetzen des Hungergefühls (16 versus 25 Stunden)

Kein Unterschied ergab sich hingegen für die Dauer des Klinikaufenthalts (5 versus 5,5 Tage). Die Subgruppenanalyse zeigte, dass das Kaugummikauen für Patienten mit Kolonresektion wesentlich vorteilhafter war als für Patienten nach Rektumresektion. Unerwünschte Nebenwirkungen des Kaugummikauens wurde nicht festgestellt.Redaktion Webop.de Januar/2017Quelle: Shum, N. F. et al.: „Randomized clinical trial of chewing gum after laparoscopic colorectal resection“, Br J Surg., Oktober 2016.