Lagerung der Patientin kopftief und in Rechtsseitenlage, dann Exploration und Nachweis, dass der Sigmatumor nicht sichtbar ist. Als nächstes Darstellen der Gefäßachse von Arteria und Vena mesenterica inferior und Inspektion des kleinen Beckens. Dabei stellt sich eine dilatative Angiopathie mit erheblichem Kinking der Beckengefäße dar.
Im rechten Hemiabdomen zeigen sich multiple Adhäsionen zur ventralen Bauchdecke. Es erfolgt zunächst eine sorgfältige Adhäsiolyse bei Zustand nach Appendektomie und querer Oberbauchlaparotomie bei Cholezystektomie (nicht dargestellt).
Nun wird zur Auffindung des Tumors eine intraoperative Koloskopie durchgeführt. Dafür wird der Sigma-Descendensübergang mit einer weichen Fasszange abgeklemmt. Die Endoskopie zeigt den Befund in der Mitte des Sigmas. Das Tumorareal wird mit einem Clip endoluminal markiert.
Bemerkung: Bei makroskopisch nicht sichtbaren Tumoren stellt die intraoperative endoskopische Markierung eine sinnvolle Maßnahme dar.