Pankreatogastrostomie

Sie haben keine Lizenz erworben - paywall ist aktiv: zur Produktauswahl

Einzelfreischaltung

Freischaltung auf diesen Lehrbeitrag
für 3 Tage

4,99 € inkl. MwSt.

payment

webop-Account Single

Freischaltung aller Lehrbeiträge
Preis pro Monat

für das Modul: Allgemein- und Viszeralchirurgie

ab 8,17 €

Kliniken & Bibliotheken

für das Modul: Allgemein- und Viszeralchirurgie

ab 390,00 Euro

  • Chirurgische Anatomie des Pankreas

    Paid content (image)

    Das aus Läppchen aufgebaute Pankreas hat eine rötlich-graue Farbe, ist 14 – 18 cm lang und wiegt 65 – 80 Gramm. Es liegt in Höhe des 1. und 2. Lendenwirbels und erstreckt sich keilförmig von der Regio epigastrica in die linke Regio hypochondriaca. Entwicklungsgeschichtlich bedingt steht das Organ in enger Nachbarschaftsbeziehung zu den Oberbauchorganen und -gefäßen.

    Das Pankreas ist von kapselförmigem Binde- bzw. Fettgewebe eingescheidet und gliedert sich in drei Abschnitte: Caput, Corpus und Cauda. Während sich im hinteren Kopfbereich eine etwas derbere Bindegewebsplatte befindet, ist die Drüse ansonsten dorsal mit dem Bindegewebe überwiegend locker verbunden. Als retroperitoneales Organ ist die Drüse an ihrer Vorderfläche mit Peritoneum überzogen.

    Der breiteste Teil der Drüse ist das Caput pancreatis, das sich – rechts der Wirbelsäule gelegen – in die vom Duodenum gebildete Schlinge einfügt. Sowohl die Vorder- als auch die Hinterfläche des Duodenums kann hier in unterschiedlichem Ausmaß von Drüsengewebe überlagert sein. Das Caput umfasst mit seinem kaudalen Anteil (Processus uncinatus) von hinten die V. mesenterica superior, gelegentlich auch die Arterie. Die im Processus uncinatus und im übrigen Pankreaskopfanteil befindliche Rinne wird als Incisura pancreatis bezeichnet.

    Der in Höhe des 1. Lendenwirbelkörpers gelegene Pankreasteil stellt mit einer Breite von ca. 2 cm den Übergangsbereich von Caput und Corpus dar und liegt über den Vasa mesenterica superiora. Aus chirurgischer Sicht wird dieser Abschnitt auch als Collum pancreatis bezeichnet.

    Das längliche Corpus pancreatis zieht schräg verlaufend über den 1. und 2. Lendenwirbel aufwärts, wölbt sich ventral in die Bursa omentalis vor und zieht bogenförmig zum Milzhilus, wobei der Übergang in die Cauda ohne exakte anatomische Abgrenzung erfolgt. Dorsal des Corpus befinden sich neben der Wirbelsäule die Aorta, die V. cava inferior sowie A. und V. mesenterica superior.

    Die Cauda pancreatis bildet die spitz auslaufende Fortsetzung des Drüsenkörpers und reicht bis an das Lig. splenorenale heran oder in dieses hinein.

    Das Pankreas kann in verschiedenen Formenvarianten angelegt sein, schräg verlaufend, S-förmig, quer verlaufend und L-förmig. Auch eine Hufeisenform und eine umgekehrte V-Form sind beschrieben worden. Die Übergänge zwischen den Formvarianten sind fließend.

  • Lagebeziehungen zu anderen Organen und Leitungsbahnen

    Topographisch hat das Pankreas folgende Beziehungen zu benachbarten Organen sowie retroperitoneal gelegenen Leitungsbahnen:

    • nach ventral die Bursa omentalis und die Hinterfläche des Magens
    • nach rechts besteht eine enge Beziehung zwischen dem Caput und der Duodenalschlinge
    • nach links besteht eine enge Beziehung zum Milzhilus
    • die Pankreas-Hinterwand tangiert in Höhe des Caput die V. portae, die A. und V. mesenterica superior sowie den Ductus choledochus, in Höhe des Corpus die A. und V. splenica, die V. mesenterica inferior, die V. cava inferior sowie die Aorta abdominals, in Höhe der Cauda die linke Niere
  • Pankreasgangsystem

    Der etwa 2 mm kräftige Ductus pancreaticus durchzieht das Organ in seiner Längsausdehnung nahe der Hinterfläche und nimmt auf seinem Weg zahlreiche kurzstreckige Drüsengänge auf, die senkrecht in ihn einmünden. In ca. 77 % der Fälle mündet der Ductus gemeinsam mit dem Ductus choledochus auf der Papilla duodeni major im Hinterwandbereich der Pars descendens des Duodenums, in den restlichen Fällen liegen die Mündungen beider Gänge nahe beieinander. Der Ductus pancreaticus accessorius, ein akzessorischer Ausführungsgang, ist häufig nur rudimentär angelegt oder fehlt völlig. Sofern vorhanden mündet er auf der Papilla duodeni minor.

  • Gefäßversorgung

    Die arterielle Versorgung des Pankreas erfolgt über die A. pancreaticoduodenalis superior, die aus der A. hepatica communis entspringt, der Pankreaskopf wird zusätzlich über die A. pancreaticoduodenalis inferior versorgt, die aus der A. mesenterica superior kommt. Während die Blutversorgung des Caput relativ konstant ist, weisen Corpus und Cauda eine variable Gefäßversorgung auf: der A. lienalis entspringende, kurzstreckige Arterien sowie Äste der querverlaufenden A. pancreatica transversa.

    Der venöse Abfluss aus dem Pankreaskopf erfolgt über die V. mesenterica superior, Corpus und Cauda gehören zum Einzugsgebiet der V. lienalis.

  • Lymphgefäße und -knoten

    Die Lymphgefäße des Pankreas verlaufen parallel zu den Blutgefäßen zu allen in der unmittelbaren Nähe des Pankreas befindlichen Lymphknoten. Die peripankreatischen Lymphknoten (1. Station) sind der Drüse eng angelagert, teilweise sogar oberflächlich im Drüsenparenchym vorhanden. Am Oberrand des Organs findet sich eine Lymphknotenkette, die vom Milzhilus bis in das Lig. hepatoduodenale reicht, weitere Lymphknoten befinden sich ventral und dorsal zwischen Pankreaskopf und Duodenum, am Unterrand des Pankreas sowie im Caudabereich. Weitere relevante Lymphknoten befinden sich in der Nähe des Truncus coeliacus, der A. und V. mesenterica superior sowie beidseits der Aorta (2. Station oder Sammellymphknoten).

Einzelfreischaltung

Freischaltung auf diesen Lehrbeitrag
für 3 Tage

4,99 € inkl. MwSt.

payment

webop-Account Single

Freischaltung aller Lehrbeiträge
Preis pro Monat

für das Modul: Allgemein- und Viszeralchirurgie

ab 8,17 €

Kliniken & Bibliotheken

für das Modul: Allgemein- und Viszeralchirurgie

ab 390,00 Euro

  • Indikation

    Paid content (text)
Publikation vom: 09.07.2018

Einzelfreischaltung

Freischaltung auf diesen Lehrbeitrag
für 3 Tage

4,99 € inkl. MwSt.

payment

webop-Account Single

Freischaltung aller Lehrbeiträge
Preis pro Monat

für das Modul: Allgemein- und Viszeralchirurgie

ab 8,17 €

Kliniken & Bibliotheken

für das Modul: Allgemein- und Viszeralchirurgie

ab 390,00 Euro

  • Anlegen von Haltefäden am Pankreasstumpf

    Bemerkung: Das Video steigt in die Operation einer partiellen Duodenopankreatektomie nach Abschluss der Resektionsphase ein.

    Nun beginnt die Rekonstruktionphase mit der Pankreasanastomose. Dafür werden zunächst Haltefäden am Pankreasstumpf zirkulär angelegt. Um eine möglichst tiefe Invagination desselben später zu erreichen, wird der Pankreasrest ca. 3-4 cm nach distal mobilisiert.

    Der OP-Situs am Ende der Resektionsphase stellt sich mit freiliegender Pfortader, die durch den Zusammenfluss aus Milzvene und Vena mesenterica superior hinter dem Pankreaskopf entsteht, dar.

  • Hintere Gastrotomie

    Nach Prüfung einer passenden Stelle wird eine Tabaksbeutelnaht (PDS 2-0) an der Magenhinterwand vorgelegt. Innerhalb der Tabaksbeutelnaht wird dann die Magenhinterwand so eröffnet, dass die Öffnung kleiner als der Pankreasdurchmesser ist. Hierbei ist das optimale Verhältnis zwischen Pankreaskonsistenz, Durchmesser und Gastrotomieöffnung zu finden. Die Implantationsstelle ist so zu wählen, dass sich der Pankreasrest durch die Implantation aufstellt und gleichsam in die Magenhinterwand „einhakt“. Der Pankreaskorpus soll fest von der Magenserosa umfasst werden, damit größtmögliche Dichtigkeit erreicht wird.

  • Vordere Gastrotomie

    Paid content (video)

    Als nächstes erfolgt an der gegenüberliegenden Magenvorderwand zwischen Haltefäden eine limitierte Gastrotomie.

  • Invagination des Restpankreas

    Paid content (video)

    Das Restpankreas wird jetzt mit Hilfe der Haltfäden mindestens 3-4 cm tief in den Magen hineingezogen. Hierbei sollte nur wenig Zug auf das Pankreas ausgeübt werden, vielmehr wird mit zwei Pinzetten die Magenserosa von lumenseitig über das Pankreas „gestülpt“.

  • Nahtfixation an der Magenhinterwand

    Paid content (video)
    Paid content (image)

    Das invaginierte Pankreas wird mit Einzelknopfnähten (PDS 3-0) tief parenchymatös extraduktal vollwandig an der hinteren Magenwand fixiert. Cave ductus Pancreaticus!

    Bemerkung: Dies bietet den Vorteil einer inklusive der Stichkanäle vollständig intragastral gelegenen Anastomose, welche im Gegensatz zur Pankreato- oder Pankreatiko-Jejunostomie die gesamte Pankreasschnittfläche nach intraluminal drainiert. Ein weiterer Vorteil ist die jederzeit mögliche endoskopische Kontrolle der Anastomose z.B. zur Blutstillung.

  • Knüpfen der Tabaksbeutelnaht; Verschluss der Gastrotomie; Drainage

    Paid content (video)

    Durch Knüpfen der Tabaksbeutelnaht im Bereich der hinteren Gastrotomie wird die Anastomose gegen Zug gesichert. Nach Einlegen eines feuchten Bauchtuchs auf den noch eröffneten Magen werden zunächst die anderen Anastomosen (Hepatiko-Jejunostomie; Duodeno-Jejunostomie) hergestellt (beides nicht gezeigt). Dann Platzieren der Magensonde und Verschluss der vorderen Gastrotomie fortlaufend, mit Einzelknopfnähten oder mit einem 60mm Stapler (im Video nicht gezeigt). Abschließend Einlage einer (Spül-)Drainage an die Pankreasanastomose hinter den Magen.

    Bemerkung: Postoperativ ist unbedingt  auf eine ausreichende Magenentleerung zu achten (Magensonde, klinische Kontrolle!).

Einzelfreischaltung

Freischaltung auf diesen Lehrbeitrag
für 3 Tage

4,99 € inkl. MwSt.

payment

webop-Account Single

Freischaltung aller Lehrbeiträge
Preis pro Monat

für das Modul: Allgemein- und Viszeralchirurgie

ab 8,17 €

Kliniken & Bibliotheken

für das Modul: Allgemein- und Viszeralchirurgie

ab 390,00 Euro

  • Prophylaxe und Management intraoperativer Komplikationen

    Paid content (text)
  • Prophylaxe und Management postoperativer Komplikationen

    Paid content (text)
  • MVZ St. Marien Köln - Ärztliche Leiterin

    Edith Leisten

Einzelfreischaltung

Freischaltung auf diesen Lehrbeitrag
für 3 Tage

4,99 € inkl. MwSt.

payment

webop-Account Single

Freischaltung aller Lehrbeiträge
Preis pro Monat

für das Modul: Allgemein- und Viszeralchirurgie

ab 8,17 €

Kliniken & Bibliotheken

für das Modul: Allgemein- und Viszeralchirurgie

ab 390,00 Euro

  • Zusammenfassung der Literatur

    Paid content (text)
  • Aktuell laufende Studien zu diesem Thema

    Paid content (text)
  • Literatur zu diesem Thema

    Paid content (text)
  • Reviews

    Paid content (text)
  • Guidelines

    Paid content (text)
  • Literatursuche

    Literatursuche unter: http://www.pubmed.com