Anatomie - Elektrokaustische Abtragung analer Condylomata acuminata - Allgemein- und Viszeralchirurgie

Sie haben keine Lizenz erworben - paywall ist aktiv: zur Produktauswahl

Einzelfreischaltung

Freischaltung auf diesen Lehrbeitrag
für 3 Tage

4,99 € inkl. MwSt.

SEPA Maestro Mastercard VISA

webop-Account Single

Freischaltung aller Lehrbeiträge
Preis pro Monat

für das Modul: Allgemein- und Viszeralchirurgie

ab 8,17 €

Kliniken & Bibliotheken

für das Modul: Allgemein- und Viszeralchirurgie

ab 390,00 Euro

  • Definition; Pathophysiologie

    Paid content (image)

    Condylomata acuminata, auch Feigwarzen genannt, sind eine Viruserkrankung, die bestimmte Körperregionen wie After mit dem Analkanal, das äußere Genitale und den Gebärmutterhals befallen kann.
    Diese Viruserkrankung gehört zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. Der Erreger ist der Humane Papillomavirus (HPV).
    Dieser infiziert Epithelzellen der Haut/Schleimhaut und kann in den infizierten Zellen tumorartiges Wachstum in Form von Warzen hervorrufen.
    Von diesem HP-Virus existieren mehr als 100 verschiedene Untertypen, wobei bestimmte Untertypen ein besonderes Risikopotential für Dysplasie und maligne Transformation besitzen.
    Eine HPV-Infektion kann insbesondere bei Immunsupprimierten ( z.B. HIV-Erkrankte, Patienten unter medikamentöser Immunsuppression) zu einer Dysplasie der Haut/Schleimhaut bis hin zur malignen Entartung (Analkarzinom) führen.

  • Afterkanal (Canalis analis)

    Paid content (image)

    (1) Tunica muscularis longitudinale, (2) Tunica muscularis circulare , (3) M. levator ani, (4) M. puborectalis, (5) M. sphincter ani profundus, (6) Columnae anales, (7) M. sphincter ani superficialis, (8) M. sphincter ani subcutaneus, (9) Kohlrausch- Falte, (10) M. sphinkter internus , (11) Proktodealdrüse, (12) M. corrugator ani

    Afterkanal (Canalis analis)

    Drei Muskeln bilden in der Wand des unteren Rektums den Verschlussapparat:

    1. Der M. sphincter ani internus stellt eine Verdickung der letzten ringförmig verlaufenden Fasern der glatten Dickdarmmuskulatur dar und wird innerviert vom Sympathikus.

    2. Der M. levator ani ist dagegen willkürlich innerviert (Plexus sacralis) und ihm wird auch der am Schambein befestigte M. puborectalis zugerechnet. Er zieht als große Schlinge um den Analkanal nach ventral und knickt ihn damit funktionell gesehen ab.

    3. Der M. sphincter ani externus ist ebenfalls quergestreift und zwischen dem Zentrum der Dammregion (Centrum perinei) und dem Steißbein aufgehängt. Willkürlich innerviert wird er vom N. pudendus. Durch seine Kontraktion wird der Analkanal endständig verschlossen.

    Die unterschiedliche Innervation der drei verschließenden Muskeln stellt eine zusätzliche Sicherung gegen Ausfälle und resultierende Inkontinenz dar.

    In der Schleimhaut des Analkanals finden sich zahlreiche längs verlaufende Falten (Columnae anales), die dichte arterielle (!) Plexus mit venösem Abfluss aufweisen. Bei Kontraktion der Schließmuskulatur füllen sie sich schnell auf und die Schleimhaut schwillt an, legt sich aneinander und stellt somit einen gasdichten Verschluss dar. Hämorrhoiden und venöse Thrombosen sind bekannte gefäßbedingte Komplikationen dieser Region.

    Die Defäkation erfolgt zum einen durch die Erschlaffung der Verschlussmechanismen (eingeleitet durch die willkürliche Muskulatur, Entleerung der Schwellkörper) und zum andern durch aktive Bauchpresse und die Peristaltik des Darmes.