TEA der Femoralisgabel, Profunda-Patchplastik, Dilatation und Stent-Versorgung der A. femoralis superficialis links - Gefäßchirurgie

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Publikation vom: 16.12.2020

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  • Zugang linke Leiste

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    Längsverlaufende Hautinzision ca. 1 cm lateral der tastbaren Arteria femoralis. Durchtrennung des subkutanen Fettgewebes und Darstellung der Oberschenkelfaszie, die medial des Musculus sartorius inzidiert wird. Umfahren und Anschlingen der Arteria femoralis superficialis, sodann Durchtrennen der lateralen Lymphkollektoren unter dem Leistenband, die mit Durchstechungsligaturen versorgt werden.

    Tipps:

    1. Der Zugang ca. 1 cm lateral der Arterie schont die Lymphkollektoren und erlaubt einen späteren kulissenartigen Wundverschluss mit dem Ziel einer besseren Wundheilung.

    2.  Durchstechungsligaturen der Lymphkollektoren helfen spätere Lymphzysten oder Lymphfisteln weitgehend zu vermeiden. Lymphansammlungen in der Leiste bahnen insbesondere im Stadium IV der AVK oft einen tiefen Wundinfekt, der die Extremität oder sogar das Leben des Patienten gefährdet. Einfache Ligaturen rutschen später gerne ab!

  • Präparation der Femoralisgabel

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    Präparation, Umfahren und Anschlingen der Arteria femoralis communis. Kreuzende Venen über der Arteria profunda femoris  werden durchtrennt und mit Stechungsligaturen versorgt. Darstellen und Anschlingen der dorsal abgehenden Arteria circumflexa femoris medialis. Die Arteria femoris profunda wird bis über die tastbare Verkalkung hinaus präpariert, mindestens jedoch bis zur dritten Aufzweigung. Anschlingen der Arteria profunda femoris peripher in einem weichen Sgement.

    Tipps:

    1. Zur Versorgung der kreuzenden Venen über der Arteria profunda femoris sind Durchstechungsligaturen zu bevorzugen, um ein Abgleiten der Ligaturen zu vermeiden, was zu intra- oder postoperativen Blutungen führen kann.

    2. Die Arteria profunda femoris muss für eine Profundaplastik mindestens bis zur dritten Aufzweigung präpariert werden, weil sonst - experimentell gesichert – ein verbesserter Einstrom nicht zu erzielen ist. Zu kurze Profundaplastiken sind insuffizient!

  • Ausklemmen der Femoralisgabel und Arteriotomie

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    Ausklemmen der Femoralisgabel zentral und peripher und Versorgung der Kollateraläste mit Bulldog-Klemmen. Inzision der Arteria femoralis communis mittels Skalpell und Verlängerung der Inzision mit der Pott´schen Schere in die Arteria profunda femoris über die tastbaren Verkalkungen hinaus. Instillation von insgesamt 6000 IE Heparin-Kochsalz-Lösung nach zentral und peripher in alle Äste.

    Tipp:

    Immer Zu- und Rückstrom testen!

  • TEA der Femoralisgabel

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    Mittels Gefäßspatel Aufsuchen einer geeigneten Dissektionsebene (entweder Intima- oder Adventitianahe) und Durchführung der TEA. Zentral nach Quetschen an der oberen Arteriosklerosegrenze (Pässler-Methode) Extraktion des Intimazylinders. Nach peripher Durchführung der TEA möglichst ohne periphere Stufe.

    Tipp:

    Bei der TEA möglichst eine nahtfähige Restwand belassen!

  • Angiographie zur Vorbereitung der AFS-Dilatation

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    Einführen einer 7F-Schleuse in die Arteria femoralis superficialis. Zur Vorbereitung der Dilatation der AFS orientierende Angiographie.

  • Dilatation der Arteria femoralis superficialis, Stent-Implantation

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    Über den Verschluss der Arteria femoralis superficialis hinaus Vorschieben eines Terumo®-Drahts bis in die Arteria poplitea. Unter Führung des Drahts Dilatation der Arterie mit einem 6 cm langen 6 mm-Ballon von peripher nach zentral. Da die Kontroll-Angiographie Reststenosen durch Arteriosklerose-Leisten zeigt, werden zwei sich überlappende 6 mm-Stens implantiert und nachdilatiert.

  • Kontroll-Angiographie

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    Die Kontroll-Angiographie zeigt eine regelrechte Wiederherstellung des Lumens mit freiem Ausstrom in die Unterschenkelgefäße.

  • Profunda-Patchplastik

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    Zurechtschneiden eines Dacron-Patches, welcher zentral mit 3-4 Distanznähten eingenäht wird. Anziehen der Nähte in Parachute-Technik und Fortführen der Naht erst medial, dann lateral. Flushen über eine Restlücke, dann Komplettierung der Naht.

  • Freigabe des Blutstroms

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    Antagonisieren des Heparins durch 5 ml Protamin. Entfernung aller Gefäßklemmen. Nach Freigabe des Blutstroms ist die Patchplastik dicht.

  • Wundverschluss

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    Einlegen einer Redondrainage  und schichtweiser Wundverschluss durch Faszien-, Subkutan- und Hautklammernähte.

    Tipp:

    Wegen der Verletzungsgefahr der Vena saphena magna sollte die Redondrainage nicht medial ausgeleitet werden.