Adrenalektomie rechts, offen - Allgemein- und Viszeralchirurgie

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  • Laparatomie; Exploration

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    Die Laparotomie erfolgt mit einem rechtsseitigen Querschnitt auf Nabelhöhe. Nach Durchtrennung der rechtsseitigen Rektusmuskulatur mittels bipolarer Schere und Eröffnen des Peritoneums wird die Inzision in der Mittellinie bis zum Xiphoid verlängert wird. Untersuchung der Bauchorgane zum Ausschluss weiterer Metastasen, Bestätigung der Resektabilität.

  • Mobilisation des Duodenums nach Kocher

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    Eine Ablösung der rechten Kolonflexur ist je nach Situs erforderlich. Anschließend erfolgt eine Mobilisation der Pars descendens duodeni bis die V. cava inferior in voller Länge zugänglich ist.

  • Darstellung des rechten Retroperitoneums mit Mobilisation der Leber

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    Die rechte Nebenniere steht an ihrer Rückseite mit dem Zwerchfell in Kontakt. Die Unterfläche liegt der Niere an, ventrokranial grenzt sie an die Area nuda der Leber. Medial liegt die Vorderfläche der Nebenniere hinter der Vena cava inferior. Der untere Teil der Vorderseite ist von Peritoneum parietale überzogen, das
    zunächst parallel zur unteren Hohlvene eröffnet wird. Das Lig. triangulare dextrum muss durchtennt werden, um anschließend die Leber nach kranial halten zu können. Anschließend werden die Verklebungen zwischen Leberunterfläche und Nebenniere durchtrennt. Durch die peritumoröse entzündliche Reaktion besteht hier inniger Kontakt.

    Bemerkung: Operative Eingriffe am rechtsseitigen Retroperitoneum sind schwieriger als am linksseitigen, da eine Lebervergrößerung, Adipositas oder ein Fassthorax die Einstellung des Operationssitus sehr erschweren können.

  • Präparation an der Vena cava inferior

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    Mobilisation der Leber auch von caudal mit Darstellung der retrohepatischen Vena cava inferior, dabei werden einzelne hier in das Segment 1 einmündende Venen durchtrennt, um den rechten Leberlappen weit genug nach links abdrängen zu können.

  • Ablösen der Nebenniere von der Niere

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    Jetzt wird der Nebennierentumor vom Nierenoberpol und aus dem umgebenden perirenalen Fettgewebe ausgelöst.

  • Absetzen der Nebennierenvene

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    Der wichtigste Orientierungspunkt sind die Leberunterfläche und der laterale Rand der V. cava. Eine Präparation längs des lateralen Hohlvenenrandes führt zum Auffinden der rechten Nebennierenvene.
    Der venöse Abfluss aus der Nebenniere erfolgt in der Regel nur über eine einzelne Vene, die V. suprarenalis. Sie verlässt das Drüsengewebe an der Vorderfläche der Nebenniere. Die rechte Nebennierenvene erreicht nach einem kurzen Verlauf direkt die V. cava inferior.

  • Retrokavale Ablösung des Nebennierentumors

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    Dann wird der Präparation hinter der Vena cava fortgesetzt. Hier stößt man auf die arterielle Blutversorgung, die nach Setzen von Clips durchtrennt werden kann.

    Bemerkung: Die zahlreichen kleineren arteriellen Zufüsse aus Aorta und A. renalis sind von untergeordneter Bedeutung.

  • Entnahme des Präparates

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    Bei großen Tumoren ist das Anschlingen der Nierenvene zur Orientierung hilfreich. Es folgt dann das schrittweise Auslösen des Nebennierentumors im Retroperitoneum dorsal der Hohlvene. Das Präparat wird abschließend in toto exstirpiert.

  • Zwerchfellnaht; Verklebung der Leber

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    Nach tumorbedingter notwendiger Mitnahme von Zwerchfellanteilen ist es notwendig, den Zwerchfelldefekt durch fortlaufende Naht zu verschließen. Die bei großen Nebennierentumoren entstehende dekapsulierte Leberfläche wird auf Blutung und Galleaustritt kontrolliert, eine Versiegelung mit TachoSil-Vliesen ist empfehlenswert.

  • Drainage; Bauchdeckenverschluss

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    Nach Einlegen einer Drainage in die rechte Nebennierenloge erfolgt der Bauchdeckenverschluss durch einen 2-reihiger Faszienverschluss und eine Intrakutannaht.