Anastomosentechnik, biliodigestiv, nach Hepp-Couinaud - Allgemein- und Viszeralchirurgie

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Publikation vom: 26.04.2009

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  • Prinzip

    60-4

    Bei der hoch-hilären Hepatico-Jejunostomie nach Hepp-Couinaud erfolgt die Anastomose der Rouxschen Jejunumschlinge mit dem extrahepatischen Ductus hepaticus sinister Seit-zu-Seit. Diese hohe Form der biliodigestiven Anastomose wählt man bei Stenosen, die bis an die Bifurkation reichen aber erhaltenem Konfluens.
    Ansonsten gleicht die Operationstechnik der Anastomosentechnik, biliodigestiv, klassisch.

    • Es sollte eine möglichst weite Anastomosenöffnung geschaffen werden.
    • Die Naht mit einreihig allschichtigen Einzelknopfnahtreihen sollte primär dicht sein.
    • Eine exakte Adaptation von Galle- und Darmschleimhaut muss angestrebt werden.
  • Exploration

    Video

    Im Bereich der Leberpforte werden Arteria hepatica propria sowie Arteria hepatica dextra und sinistra dargestellt. Der Gallengang selbst wird zirkulär frei präpariert.

  • Präparation und Durchtrennung des Ductus hepatocholedochus

    Video
    60-5

    Nach zirkulärer Freipräparation des Gallenganges erfolgt das Absetzen des Ductus hepaticus im Bereich des Leberhilus. Hier lassen sich bereits die beiden Lumina des Ductus hepaticus dextra und sinistra darstellen. Ein Segment des Gallenganges wird entfernt, das duodenalseitige Ende des Ductus choledochus wird mit fortlaufender Naht (Vicryl® 3-0) übernäht (nicht dargestellt). Im Bereich des abgesetzten hilären Gallenganges erfolgt die subtile Blutstillung ggf. mit 6-0 PDS.

  • Erweiterung des linken Gallenganges nach Hepp-Couinaud

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    Aufgrund der zu erwartenden Anastomosenschrumpfung muss eine Erweiterung des linksseitigen Gallenganges nach Hepp-Couinaud erfolgen. Diese erfolgt durch Längsinzision der Vorderwand des Ductus hepaticus sinister.
    Erweiterung des Konfluens durch Resektion des dorsalen Sporns und Naht der Rückwand.

  • Vorlage der Anastomosenvorderwand

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    Zur besseren Übersichtlichkeit wird die Vorderwand der Anastomose einschließlich der Eckfäden mit Einzelknopfnähten der Stärke 5-0 PDS doppelt armiert vorgelegt. 

  • Mobilisation der zweiten Jejunalschlinge in den rechten Oberbauch

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    Die Mobilisation der zweiten Jejunalschlinge erfolgt durch Abstapeln mit dem GIA-Gerät und invertierende Nähte im Bereich der Klammernahtreihe. Die Schlinge wird dann retrokolisch im Bereich der rechten Flexur in den rechten Oberbauch platziert. Es erfolgt die punktuelle, U-förmige Inzision in die hochgezogene Schlinge antimesenterial.

  • Herstellen der Anastomosenhinterwand

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    Im nächsten Schritt erfolgt die Vorlage der Hinterwandnähte in Einzelknopfnahttechnik mit Nähten der Stärke 5-0 PDS. Dann erfolgt zunächst das Knoten der Hinterwand, wobei die Knoten innen zu liegen kommen.

  • Komplettierung der Anastomose

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    60-9

    Es erfolgt die Vervollständigung der Anastomosenvorderwand durch die vorgelegten, doppelt armierten Fäden in Einzelknopfnahttechnik. Dabei kommen die Knoten außen zu liegend. Somit ist die hohe hiläre biliodigestive Anastomose hergestellt.
    Verschluss des Mesenterialschlitzes, an die Anastomose werden 2 Easy-Flow Drainagen platziert.