Anatomie - Exzision Pilonidalsinus mit Sekundärheilung - Allgemein- und Viszeralchirurgie

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  • Pathophysiologie

    Über hundert Jahre wurde die Ätiopathogenese des Pilonidalsinus als embryonal angesehen. Diese Theorie ist mittlerweile verlassen worden. Die Pathogenese ist bis heute noch nicht vollständig geklärt. Man geht derzeit von einer multifaktoriellen Genese aus. Danach entsteht der Pilonidalsinus als Grübchen förmigen Einziehung in der Rima ani direkt über dem Steißbein. Hier kommt es durch mechanischen Stress, insbesondere im Sitzen ( jeep driver disease) zur Dehnung von Haarfollikel, die schließlich reißen. Bei ständiger Mazeration dringen Keime und insbesondere abgebrochene Haare ein, die zu einer akuten oder chronischen Entzündung führen. Der teigige weiche Tumor breitet sich über ein viel gängiges Fistelsystem zu den Seiten und in Extremfällen auch bis zum Anus aus.

    Eine oder mehrere der folgenden Faktoren werden als Risikofaktor für die Ausbildung eines Pilonidalsinus diskutiert:

    • Kräftiger Haarwuchs
    • Tiefe Glutealfalte (Übergewicht)
    • Lokale Irritation
    • Unzureichende Hygiene
    • Positive Familienanamnese