Transanale Mukosaresektion nach Rehn-Delorme - Allgemein- und Viszeralchirurgie

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Publikation vom: 14.12.2014

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  • Befunderhebung

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    159-8

    Die Inspektion und rektal-digitale Untersuchung zeigt einen klaffenden Anus und deutlich reduzierten Sphinktertonus. Nach langsamer manueller Sphinkterdehnung Einsetzen des Parks-Spreizers. Mit Allis-Klemmen wird der Prolaps vor den Anus luxiert. Auch nach Entfernen des Parks-Spreizers reponiert sich der Prolaps nicht spontan und bleibt einige cm extraanal. Damit Bestätigung der Diagnose eines Prolaps dritten Grades.

  • Einsetzen des Analretraktors; Inzision der Rektummukosa

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    Nun wird die Linea dentata mit Hilfe eines Lone Star-Retraktors exponiert. Als Nächstes zirkuläre Markierung und Inzision der Rektummukosa 1-2 cm oberhalb der Linea dentata mit der monopolaren Nadelelektrode.

  • Trennen der Rektum-Mukosa von der Muskelschicht

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    Nach Unterspritzung mit physiologischer Kochsalz- oder Ringerlösung Eingehen von der Mukosa bis auf die Muscularis propria, wobei man ventral beginnt. Dann schrittweise, jeweils nach Unterspritzen und immer wieder Blutstillung (teils monopolar, teils bipolar), zirkuläres Trennen der Mukosa von der Muskelschicht.

    Tipp: Zum Unterspritzen stark verdünnte Blaulösung verwenden (in die NaCl-/Ringerlösung ein paar Tropfen Toluidinblau geben!). Damit färbt sich die Mukosa gut an und lässt sich besser von der Muskularis unterscheiden.

  • Zylindrische Abpräparation der Rektumschleimhaut

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    Die im vorherigen Schritt dargestellte Präparationstechnik wird langsam zirkulär Schritt für Schritt nach oral fortgesetzt. Dabei stellt sich die muskuläre Rektumwand gut dar. Der entstehende Mukosaschlauch sollte mindestens 10 cm lang sein.

  • Muskularisraffung

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    Jetzt werden die Nähte für die Muskularisraffung zunächst vorgelegt. Mit 8 Einzelknopfnähten (geflochtenes, resorbierbares Nahtmaterial der Stärke 2-0) wird die entstandene Muskelmanschette in longitudinaler Richtung umstochen, um nach dem Knüpfen eine zirkuläre muskuläre Wandplikatur zu erzielen.

    Bemerkung: Dieses Vorgehen führt zu einer Verkürzung des Muskelschlauchs mit einer Aufpolsterung im Sphinkterbereich.

  • Schleimhautresektion

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    Nun wird die überschüssige Mukosa entfernt, indem zunächst eine partielle Resektion (1/3 der Schleimhaut-Zirkumferenz) anterior erfolgt. Dabei werden schon jeweils die Nähte für die mukosale Anastomose (spät resorbierbares monofiles Nahtmaterial der Stärke 3-0) vorgelegt und in den Retraktor-Ring eingespannt. Erst dann wird die zirkuläre Resektion vervollständigt.

    Bemerkung: Das Resektat misst nativ gut 13 cm.

  • Mukosa-Anastomose

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    Nach Vorlegen der restlichen Mukosanähte werden alle Nähte schließlich geknüpft, um die Muskularisraffung vollständig mit Mukosa zu bedecken.

  • Reposition der Muskelwulst; digitale Kontrolle

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    Sobald die Schleimhautanastomose mit Zwischennähten vervollständigt ist, wird die Wulst reponiert. In der digitalen Kontrolle ist die Muskularismanschette ausreichend weit und die Mukosanaht noch gerade mit dem Finger erreichbar. Zum Abschluss wird eine mit Suprarenin (1:10000)-getränkte Kompresse mit Xylocain-Gel eingelegt.